Stadtpfarrer Josef Pichler: „Hatte fast 40 Grad Fieber“. Stadtpfarrer Josef Pichler hatte zunächst keine Symptome, dann drei Nächte lang fast 40 Grad Fieber. Nachwirkungen verspürt er derzeit keine.

Von Michael Schwab. Erstellt am 06. Oktober 2020 (15:49)
Stadtpfarrer Josef Pichler musste wegen Corona ins Krankenhaus, nachdem er zunächst symptomfrei geblieben war.
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Wie heimtückisch das neuartige Coronavirus sein kann, erfuhr der Groß Sieghartser Stadtpfarrer Josef Pichler am eigenen Leib.

Wie in der NÖN berichtet, steckte er sich am 13. September mit Corona an und wurde am 19. September positiv getestet. Zunächst verspürte Pichler keine Symptome, doch dann wendete sich das Blatt schlagartig: „Ich konnte drei Tage lang nichts essen und habe auch zu wenig getrunken. Da habe ich die Rettung gerufen“, erzählt Pichler.

Drei Nächte hohes Fieber

Er wurde gleich ins Landesklinikum Gmünd auf die Covid-Station gebracht. Im Spital gesellte sich hohes Fieber zu den Symptomen hinzu. „Drei Nächte lang hatte ich fast 40 Grad Fieber. Das hängt sicher auch mit meinen tropischen Vorerkrankungen und meinem Alter zusammen“, sagt Pichler.

Zimmerkollegen zeigten unterschiedlichste Symptome

Die Ärzte hätten sich wegen des hohen Fiebers Sorgen gemacht. „Man darf das Virus nicht unterschätzen, das Problem ist, dass es keine Medikamente dagegen gibt. Man kann nur den Körper dabei unterstützen, das Virus selbst abzuwehren“, warnt Pichler. Seine Zimmerkollegen in Gmünd seien alle höchst unterschiedlich betroffen gewesen – von Durchfall bis zu Hustenanfällen und der Verschlimmerung einer bestehenden Lungenentzündung reichte die Palette an Auswirkungen.

Seit Freitag ist er wieder symptomfrei, die Entlassung aus dem Krankenhaus sollte am Dienstag erfolgen. Nachwirkungen verspürt Pichler keine: „Ich bin zuversichtlich, dass ich jetzt wieder wie gewohnt meiner Arbeit nachgehen kann.“ Leid tut es ihm nach wie vor, dass Erstkommunionen und Hochzeiten wegen seiner Infektion abgesagt werden mussten, und dadurch hunderte Leute in der einen oder anderen Form betroffen waren. „Aber die Gesundheit geht in so einem Fall vor“, stellt Pichler klar.