Großauftrag traf nicht ein. Insolvenz / Werbeagentur musste Sanierungsverfahren anmelden und bietet eine Quote von 20 Prozent an, die aus dem Fortbetrieb erwirtschaftet werden soll.

Von Michael Schwab. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
Von Michael Schwab

GASTERN /  Die Werbeagentur „Beas“ ist insolvent. Das Sanierungsverfahren wurde am 25. Februar beim Landesgericht Krems eröffnet.

Die von Bernhard Eggenberger im Jahr 2000 gegründete Agentur hatte bis 2012 stets Gewinne erwirtschaftet, und es hätte auch 2012 gut für die Firma ausgesehen, weil ein Großauftrag im Raum stand. Doch genau dieser Auftrag erwies sich als Stolperstein. „Uns wurde damals viel versprochen, weshalb wir Kapazitäten für diesen Großauftrag reserviert haben. Wir konnten deshalb andere, kleinere Projekte aus Zeitgründen nicht annehmen. Allerdings kam das Projekt dann nicht zustande“, fasst Eggenberger gegenüber der NÖN zusammen.

Mangelhafte Zahlungsmoral der Kunden

Im Jahr 2013 habe sich die Pechsträhne fortgesetzt. „Wir haben zwar brav gearbeitet, doch die Zahlungsmoral mancher Kunden war katastrophal. Ich habe Derartiges in den Jahren davor nicht einmal ansatzweise erlebt“, berichtet Eggenberger. In weiterer Folge führte diese mangelhafte Zahlungsmoral zur Insolvenz.

In Zusammenarbeit mit Masseverwalterin Martina Withoff wurde ein Sanierungsplan ausgearbeitet, welcher eine Quote von 20 % bietet, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme. Die Finanzierungsgrundlage soll aus dem Fortbetrieb erwirtschaftet werden.

„Die Auftragslage für 2014 ist sehr gut, von daher sollte der Sanierungsplan aus heutiger Sicht erfüllbar sein“, erklärt Masseverwalterin Martina Withoff. Die Sanierungsplan tag satzung findet am 7. Mai statt.