Schweinezucht im Kreislauf mit der Natur

Erstellt am 10. August 2022 | 03:34
Lesezeit: 3 Min
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Der Waidhofner Bürgermeister Josef Ramharter, Landwirtschaftskammer-Vizepräsidentin Andrea Wagner, Biobauer Manuel Hauer und Bundesratsabgeordneter und Bürgermeister von Thaya Eduard Köck.
Foto: Daniela Bauer
Biobauer Manuel Hauer aus Großgerharts sind das Tierwohl und die Nachhaltigkeit seiner Landwirtschaft ein großes Anliegen.
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Aus einer Idee wurde ein Projekt mit Zukunft und Herz. Manuel Hauer, Betriebsleiter und Biobauer aus dem Waldviertel lässt in seinem neuen Schweinestall „Leben“ leben. Er entwickelte ein Konzept von „Landwirtschaft“, das er sichtbar macht. Die Organisation für den Bau der Ställe waren gut durchdacht und auf den Punkt gebracht.

Tatkräftige Unterstützung hatte Manuel von den Firmen Schauer und Bayer. „Alles zum Wohle der Tiere“, lautet das Motto, egal ob mit der Bio–Schweinehaltung oder auch mit der Bio–Hühnerzucht, die Hauer gemeinsam mit einem Partnerbetrieb am Standort Gars am Kamp betreut.

„Vor der Übernahme des elterlichen Betriebes und der Umstellung auf Bio-Produktion 2018, war ich als Betriebsleiter in Schweinebetrieben im Ausland tätig. Für unseren zweiten Betriebszweig, die Bio-Elterntierhaltung und Bio-Mastkükenproduktion konnte ich in einem großen österreichischem Bio-Geflügel-Betrieb wertvolle Erfahrungen sammeln,“ sagt Hauer.

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Die Ferkel fühlen sich auf dem Hof von Manuel Hauer sichtlich wohl.
Foto: Foto Daniela Bauer

Das faszinierende Anwesen in Großgerharts bei Waidhofen an der Thaya lässt alleine durch den Holzbau viel Nachhaltigkeit spüren. Auch im Gespräch mit Hauer ist dieser Gedanke einer Kreislaufwirtschaft spürbar. Es ist Leben, Leidenschaft und Stolz, was er und seine Familie und natürlich das gesamte Team ausstrahlen.

Zuhause für 100 Muttersauen

Rund 100 Muttersauen sind hier samt den niedlichen Ferkeln zu Hause und werden in Stroh eingebettet. Auch haben sie genügend Bewegungsfreiheit und genauso auch Beschäftigungsmöglichkeiten. Besonders wichtig ist die Hygiene. Dafür steht eine separate Infrastruktur zur Verfügung.

Der Stallkomplex besteht aus vier Gebäuden, in denen alle Stationen von der Besamung bis zur Abferkelung und Zucht durchlaufen werden.

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Der Stall mit rund 100 Muttersauen setzt sich aus vier Gebäuden in Holzbauweise zusammen.
Foto: Michael Schwab

Der Stall ist von Äckern umgeben. 75 Prozent der Fläche stehen für Weizen, Mais und Wintergerste als Futtermittel zur Verfügung. Die restlichen 25 Prozent dienen für die Anbauten des Öl-Kürbises und des Speise-Sojas für die Weiterverarbeitung und den Handel. Der eigene Klee für die „Schweindl-Mannschaft“ schmeckt nicht nur gut, sondern ist auch noch gesund.

Manuel Hauer ist aber nicht nur das Wohlergehen seiner Tiere wichtig, sondern auch das Sichtbarmachen seiner Landwirtschaft. Deshalb lud er am vergangenen Samstag zum Tag der offenen Tür ein – ein Angebot, das zahlreiche Interessierte wahrnahmen.

Viele Menschen haben wohl den Wunsch, die Welt besser machen zu können, doch Manuel Hauer hat auf jeden Fall schon mal damit begonnen, die Welt „seiner Tiere“ nachhaltig zu verbessern.

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