TE Connectivity: Neue Mitarbeiter trotz Corona-Krise. TE Connectivity aus Dimling (Gemeinde Waidhofen an der Thaya) hat trotz Corona so gut wie keine Einbußen. 16 Mitarbeiter werden fix, sechs weitere provisorisch aufgenommen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 02. Dezember 2020 (05:53)
Ausbildung mit Covid-Sicherheitsvorkehhrungen bei TE Connectivity: Lehrlingsausbilder Robert Wenisch (Mitte) mit den beiden Lehrlingen Manuel Weber und Jonna Groll.
Stefan Mayer

Über eine gute Auslastung trotz Corona freut man sich bei TE Connectivity: Entgegen dem allgemeinen Trend am Arbeitsmarkt will man am Dimlinger Standort des weltweit tätigen Konzerns 16 Mitarbeiter fix und sechs weitere provisorisch aufnehmen.

Kompetenzzentrum für die Relaisentwicklung

Gesucht werden Ingenieure, Softwaretechniker und Plant-Controller. Möglich wird dieser Schritt einerseits durch die gute Auftragslage, andererseits durch die konzernintern hohe Bedeutung des Standorts als Kompetenzzentrum für die Relaisentwicklung – dafür wurde kürzlich ein mehr als zwei Millionen Euro teurer Zubau errichtet, die NÖN berichtete:

Durch die zunehmende Digitalisierung im Werk werden nun darauf spezialisierte Fachkräfte benötigt. Das Kompetenzzentrum für die Relaisentwicklung ist voll funktionstüchtig, es fehlt nur noch die endgültige Abnahme durch die Behörde, um mit dem Regelbetrieb loslegen zu können.

Doch wie schaffte es der auf die Fertigung und Entwicklung von Relais spezialisierte Betrieb, so gut durch die Corona-Krise zu kommen?

Frühzeitig auf Virus reagiert, Maßnahmen ausgearbeitet

Durch die internationale Verflechtung des Konzerns habe man schon früh die mögliche Bedrohung durch das Virus erkannt und reagiert, auch in Dimling: „Wir haben schon im Februar einen Krisenstab eingeführt und erste Maßnahmen ausgearbeitet, um uns frühzeitig auf die Situation einzustellen“, berichtet Werksleiter Christian Zotter.

„Im ersten Lockdown haben unsere Mitarbeiter Urlaub und Zeitguthaben abgebaut, um auf die geänderte Auftragslage zu reagieren. Die Produktion lief weiter, die dafür nötigen Mitarbeiter waren im Haus, die Büromitarbeiter haben wir ins Home office geschickt“, erläutert Zotter.

Das Homeoffice habe man auch nach dem Lockdown weiter als Option beibehalten, derzeit arbeiten mehr als 50 Prozent der Büromitarbeiter von zu Hause aus. Im Betrieb gibt es strikte Verhaltensregeln hinsichtlich Abstand und Maskenpflicht auf den Gängen, Besuche im Haus müssen vom Krisenteam freigegeben werden: „Wir sind da sehr restriktiv, um unsere Mitarbeiter zu schützen“, betont Zotter.

Als im Herbst im Bezirk Waidhofen die Covid-Fallzahlen stiegen, habe man auch bei TE Connectivity einzelne Fälle im Betrieb gehabt. „Daraufhin haben wir sofort die Tests ausgeweitet und die Situation rasch in den Griff bekommen, sodass es zu keiner Clusterbildung und auch zu keinen Betriebsausfällen kam“, schildert der Werksleiter die sofortige Reaktion der Firma. „Mein Dank gilt der gesamten Belegschaft, die sich vorbildlich an die Maßnahmen hält und einen respektvollen Umgang mit den Kollegen pflegt“.

Vom breit aufgestellten Kundenspektrum profitiert

Wirtschaftlich profitierte TE Connectivity von ihrem breit aufgestellten Kundenspektrum. „Zum Sommer hin gab es eine stärkere Nachfrage nach Haushaltsgeräten, weil die Leute nicht auf Urlaub fahren konnten oder wollten, oder weil es Förderungen gab. Dadurch ergab sich ein Auftragszuwachs in der Relais-Fertigung, sodass wir unsere Produktion 24 Stunden, sieben Tage die Woche auslasten konnten“, zeigt sich Zotter zufrieden.

Durch Impfstoffentwicklung Licht am Ende des Tunnels

Jetzt zeige sich durch die Fortschritte bei der Impfstoffentwicklung allgemein mehr Optimismus in der Industrie: „Wir rechnen in den nächsten Wochen und Monaten mit weiteren Auftragszuwächsen, man sieht das Licht am Ende des Tunnels“, ist Zotter überzeugt.

Man habe während der Krise keine Kurzarbeit gebraucht, wenngleich man sicherheitshalber die nötigen Anträge vorbereitet hatte, um auf unvorhersehbare Einbrüche rasch reagieren zu können.

Nötig sei diese Maßnahme dann aber aufgrund der positiven Entwicklung der Auftragslage nicht geworden. „Zu Beginn der Krise herrschten natürlich Angst und Unsicherheit. Aber jetzt haben wir alles sehr gut im Griff, wir haben so gut wie keine Einbußen durch Corona, und auch alle Projekte sind plangemäß gelaufen. Dass uns das gelungen ist, liegt auch am hohen Verantwortungsbewusstsein der Mitarbeiter““, resümiert Werksleiter Christian Zotter.