Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 09. Februar 2019, 04:00

von Michael Schwab

Neuer Zweig „Digital Business“ ist gut angelaufen. Schule feiert 50-jähriges Bestandsjubiläum. Neuer Ausbildungszweig „Digital Business“wurde vorgestellt.

Beim Semesterempfang: Wirtschaftskammerobmann Reinhart Blumberger, Martina Dorfinger, Bezirkshauptmann Günter Stöger, Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais, Simone Brodesser, Direktor Rudolf Mayer, Manfred Hartl, Jessica Bruckner, Tanja Dworschak, Max Wais, Michelle Pichler, Michelle Pany, Martin Hetzendorfer, Melanie Meixner, Markus Moldaschl, Manuela Frangl, Bürgermeister Robert Altschach und Pfarrer Josef Rennhofer.  |  M.S

Ganz im Zeichen des 50-jährigen Bestandsjubiläums der Handelsakademie (HAK) stand der Semester empfang am vergangenen Donnerstag.

Im Schuljahr 1968/69 wurde – neben fünf Klassen Handelsschule – damals noch am alten Standort im ehemaligen Feuerwehrdepot mit einer Klasse Handelsakademie begonnen. Damit wurde auch die Grundlage zum Bau einer neuen Schule am heutigen Standort in der Vitiserstraße gelegt. 1970 erfolgte der Baubeginn, 1971 im September der Unterrichtsbeginn im neuen Schulgebäude. Die Schülerzahlen stiegen weiter, im Schuljahr 1972/73 wurde mit 453 Schülern der bisherige Höchststand erreicht. Fazit: Ein Zubau musste her.

Doch gut Ding brauchte Weile – vom ersten Antrag auf Erweiterung (1983) bis zum Spatenstich (1994) verging mehr als ein Jahrzehnt. Mit Beginn des 21. Jahrhunderts hielt zunehmend die Computertechnologie in der HAK Einzug. Neue Lehrpläne setzten Schwerpunkte in EDV und Informatik, und als jüngster Schritt auf dem Weg in die digitale Zukunft startete im Vorjahr der neuen Zweig „Digital Business“, bei dem die Schüler eine vertiefende Ausbildung in Programmierung, Datenbankverwaltung, Netzwerkmanagement, Multimedia und Contentmanagement und Betriebssystemen erhalten.

„Bei uns geht es nicht darum, wie in einer HTL Roboter zu programmieren, sondern die Technik umzusetzen, die heute im wirtschaftlichen Bereich erforderlich ist“Markus Moldaschl, Fach „Angewandte Programmierung“

Die Vorstellung dieses Schwerpunkts war neben dem von den Schülern erstellten Rückblick ein weiterer zentraler Punkt des Abends. „Bei uns geht es nicht darum, wie in einer HTL Roboter zu programmieren, sondern die Technik umzusetzen, die heute im wirtschaftlichen Bereich erforderlich ist“, stellte Markus Moldaschl klar, der die Schüler im Fach „Angewandte Programmierung“ unterrichtet. Es gehe beispielsweise darum, dass ein HAK-Absolvent in der Lage sein soll, selbst ein kleines Programm schreiben zu können, das ihm in einem bestimmten Bereich Arbeit abnehmen kann.

Das Schulhaus im Jahr 1971 und heute.  |  HAK Waidhofen

„Dazu ist es notwendig, eine Kompetenz im problemlösenden Denken zu entwickeln. Das braucht man nicht nur beim Programmieren, sondern auch allgemein in der Wirtschaft“, hob Moldaschl die Synergieeffekte dieser Ausbildungsform hervor.

Im Rahmen der kurzweilig gestalteten „Schulstunde“ stellten zwei Projektgruppen ihre Diplomarbeiten „Nachhaltigkeitsprojekte der Firma Janetschek“ und „Social Media Marketing“ vor. Michelle Pany als Sängerin, Simone Brodesser am Klavier und der Lehrerchor lockerten das Programm zwischen den Beiträgen auf, ehe der Abend bei Gesprächen am Buffett ausklang.