Bahnhof Waldkirchen nicht mehr „Schildlos“. 2015 wurde das Stationsschild in Waldkirchen gestohlen. Vier Jahre später wurden wieder neue Schilder angefertigt.

Von Michael Schwab. Erstellt am 04. März 2019 (04:47)
Schwab
Kleinregionsobmann Eduard Köck und Bürgermeister Rudolf Hofstätter mit den neuen Schildern.

Seit 2015 war der ehemalige Waldkirchner Bahnhof ohne Schild – das historische Stationsschild war gestohlen worden. Nachforschungen durch Gemeinde und Polizei blieben ergebnislos. Ob es ein Diebstahl oder vielleicht doch ein Rettungsversuch vor dem Müllcontainer war, konnte nie geklärt werden.

Nun, fast vier Jahre später, hat der Bahnhof wieder ein Schild, angefertigt von den Betreuern des Radwegs Thayarunde im Rahmen eines LEADER-geförderten Projekts, bei dem alle Haltestellen entlang der Thayarunde wieder Stationsschilder erhalten.

René Denk/Archiv
Bürgermeister Rudolf Hofstätter und der damalige Kleinregionsobmann Reinhard Deimel zeigten, wo das das Schild hing.   Foto:

Waldkirchen ist nach Merkengersch, wo das alte Schild vor dem Abriss des Stationsgebäudes von der Bevölkerung gerettet und restauriert wurde, der zweite Bahnhof, der ein nach der Variante aus den 1920er-Jahren nachempfundenes Stationsschild erhält.

„Wir fertigen die Tafeln im Waldkirchner Bahnhof, der uns als Werkstatt dient, selber an“, erklärt Radwegmanager Willi Erasmus. Zwar können die neuen Tafeln nicht wie das Original beleuchtet werden, optisch sehen sie jedoch dem Vorbild sehr ähnlich und erinnern an jene Zeiten, als auf der Thayatalbahn noch Züge verkehrten. „Für uns ist es wichtig, das Erlebnis Bahn in den Radweg einzubinden, und den Bezug zur Geschichte der Thayatalbahn herzustellen“ betont Erasmus.

privat
Das 2015 gestohlene Original-Stationsschild.

Zwei Schilder wurden für den Waldkirchner Bahnhof angefertigt, eines wurde bereits beim Wartebereich montiert, wo auch eine dem historischen Vorbild nachempfundene Anschlagtafel aus Holz angebracht wurde. Das zweite Schild soll an der seitlichen Wand des Bahnhofsgebäudes angebracht werden, damit Radfahrer schon aus größerer Entfernung sehen können, dass sie sich Waldkirchen nähern.

Die Haltestellen entlang der Thayarunde sollen Radfahrern die Möglichkeit zum Verweilen, Schutz vor Wetterkapriolen und Informationen zur Bahn-Geschichte bieten.