Intensivstation auf modernsten Stand gebracht. Das Provisorium für die Intensivstation am Landesklinikum Waidhofen seit Herbst 2018 hat nun ein Ende – am Mittwoch wurde die umgebaute und modernisierte Intensivstation feierlich eröffnet.

Von Michael Schwab. Erstellt am 16. Mai 2019 (10:55)
Michael Schwab
Primar Harald Penz präsentierte stolz die modernisierte Intensivstation am Landesklinikum Waidhofen. Weiters am Bild: Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf und die Pflege-Stationsleiterin Martha Wittmann.

1,76 Millionen Euro kostete das Vorhaben, im Zuge dessen die Station um einen Zubau erweitert und auf den modernsten Stand gebracht wurde. „Die Ersatzteile für die zusätzliche Sicherheitsstromversorgung in der bestehenden Intensivstation waren nicht mehr verfügbar, und das Patientenmonitoring war ‚end of life‘ – die bestehenden Stative hatten aber für die nötigen neuen Geräte nicht die nötige Traglast“, beschrieb die kaufmännische Standortleiterin Sonja Schindler die Ausgangslage. Zudem gab es im Mitarbeiter-Aufenthaltsraum kein Tageslicht.

Nach rund eineinhalb Jahren Planung startete in Oktober 2018 der Umbau. „Vier Intensivbetten mussten in die Abteilung Innere Medizin verlegt werden, in einen Bereich, der keine Intensivstation ist. In kürzester Zeit musste dort die nötige Technik aufgebaut werden“, berichtete Primar Harald Penz, Leiter der Abteilung Anästhesiologie und Intensivmedizin.
Für ihn war es seit 2010, als er die Leitung der Abteilung übernahm, die vierte Baustelle im Haus – schließlich wurden in den letzten Jahren die Operationsräume und der Aufwachraum modernisiert und eine interdisziplinäre Tagesklinik eingerichtet. „Es gab nie negative Meldungen, es hat sich nie jemand beklagt. Wir hatten während des letzten halben Jahres teilweise sehr enge und kuschelige Arbeitsbedingungen, aber wir sind alle gemeinsam den Weg gegangen“, bedankte sich Penz bei seinem Team.


Beim anschließenden Rundgang durch die neue Intensivstation konnte man deutlich die Freude und Begeisterung in seinem Gesicht sehen. Die Station verfügt über vier ICU-Kojen (intensive care unit) und zwei IMCU-Kojen (intermediate care unit). Die Geräte werden von der Decke her versorgt, und als wesentliche Neuerung sind die Kojen auch mit einem Patientenlifter mit einer Tragfähigkeit von 400 Kilogramm ausgerüstet.


Der ärztliche Direktor Manfred Weissinger bezeichnete die neue Intensivstation als Meilenstein für das Landesklinikum Waidhofen. „Wir haben eine leistungsstarke Chirurgie und eine überregionale Urologie, deshalb brauchen wir diese Station“, betonte Weissinger.
Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf drückte ein klares Bekenntnis zum Landesklinikum Waidhofen und allen 27 Klinikstandorten in Niederösterreich aus: „Die ländlichen Regionen sind nicht der Kompensationsraum für städtische Wünsche, wo man am Land das bekommt, was übrig bleibt. Wenn gewisse Parteien im Landtag Schließungen fordern, dann wird es das mit uns nicht geben“, stellte Pernkopf klar.