Kanadisches Projekt. Hoher Besuch / Der kanadische Botschafter in Wien, John Barrett, stattete WEB Windenergie einen Besuch ab.

Erstellt am 10. Dezember 2012 (21:38)
NOEN
Botschafter John Barrett, hier im Bild mit W.E.B Technikvorstand Frank Dumeier, hinterlies seine Unterschrift auf einer Symboltafel, welche an die kanadisch-österreichische Zusammenarbeit bei diesem Windkraft-Projekt erinnern soll.Michael Schwab
Von Michael Schwab

PFAFFENSCHLAG / Der kanadische Botschafter in Österreich, John Barrett, stattete am 4. Dezember der W.E.B Windenergie einen Besuch ab.

Die W.E.B ist seit 2011 mit einer Tochterfirma an der kanadischen Ostküste tätig, wo sie in der Provinz Nova Scotia mit dem lokalen Partner Scotian Windfields Windkraftanlagen in den kommenden Jahren mit über 50 Megawatt Leistung errichten will.

Technikvorstand Frank Dumeier stellte dem kanadischen Botschafter die Firma W.E.B und ihre Philosophie vor. „Wir bauen keine großen Windparks, sondern kleinere, dezentrale Anlagen in der Nähe der Gemeinden“, erklärte Dumeier. Botschafter John Barrett betonte, dass Kanada gerade im Sektor der erneuerbaren Energien viel von Österreich lernen könne, etwa bei der Nutzung von Biomasse, welche zwar in Form von Holz reichlich vorhanden sei, allerdings oft die nötige Technologie zur Nutzung dieser Energiequelle fehle.

Kanadische Ostküste bietet gute Bedingungen 

Die kanadische Ostküste bietet sehr gute klimatische Randbedingungen für die Nutzung von Windenergie, mit konstant hohen Windgeschwindigkeiten im Jahresdurchschnitt, außerdem gibt es langfristige Einspeisetarife ähnlich wie in Österreich. Bereits im Herbst 2013 könnte die erste W.E.B Windturbine in Kanada ans Netz gehen.

Nach der Projektvorstellung bot sich die Gelegenheit zu einer Betriebsbesichtigung. Besonders großes Interesse zeigte Botschafter Barrett am Kontrollraum, wo die Betriebsdaten sämtlicher W.E.B - Windräder in ganz Europa live eingesehen und die Anlagen ferngesteuert werden können. „Ich denke, Sie sind an der kanadischen Ostküste gut aufgehoben“, meinte Barrett abschließend. Die W.E.B hat sich intern das Ziel gesetzt, zwischen 25 und 30 Prozent des Gewinns im kanadischen Markt zu lukrieren.