Bis zur Groteske. Der tschechische Künstler Karel Sevcik zeigt im Kulturkeller - meist weibliche - Gestalten und Figuren.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 30. Mai 2015 (05:00)
NOEN, Gerald Muthsam
Bezirkshauptmann Günther Stöger bei seinem ersten offiziellen Termin im Kulturkeller Dobersberg mit Reinhard Deimel, Karl Pabisch, Thereza Kuhnova, Eduard Köck, Karel Sevcik und Anita Fröhlich.
Seinen ersten offiziellen Termin hatte der neue Bezirkshauptmann Günther Stöger bei der Ausstellungseröffnung „Keramische Formen“ im Kulturkeller.

Karel Sevcik studierte an der Höheren Fachschule für Angewandte Kunst Umprum in Brünn Keramik und Malerei und lehrte danach selber. Daher verwundert es kaum, dass er es zu einer wahrhaft meisterlichen Behandlung von Ton, Grobschamott, Farbe und Glasur gebracht hat. Ob er nun die Oberflächenstrukturen fein oder grob gestaltet, man hat das Gefühl, dass er sich der Aussagefähigkeit seiner Materialien gewiss ist.

Die Farbgebung - kräftig oder zart - passt zu den Objekten und deren Inhalten, unterstreicht die Form und gibt ihr manchmal erst die Bedeutung. Bei der Formgebung bespielt er ein breites Spektrum, vom klassisch Figürlichen bis zum ausgeprägt Abstrakten. Manches erinnert an den Kubismus. Die schlichte aber kräftige Farbgebung bei seinen japanischen Frauengestalten, besonders bei deren Kimonos werden für lange Zeit in Erinnerung bleiben. Ob es sich um Tierfiguren wie Hasen oder Kühe handelt oder menschliche Figuren, die Aussagefähigkeit ist sofort erkennbar, selbst wenn er die Form bis ins Groteske steigert.


Die Ausstellung ist bis 11. Juni jeden Samstag, Sonn- und Feiertag von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr. Dienstag und Donnerstag 18 bis 20 Uhr geöffnet.