Kleine Detektive auf Energie-Mission. Die Gemeinde Waidhofen verfolgt mit ihren drei Kindergärten die Mission "Energie Checker": Das Bewusstsein für die Ressource wird erhöht und die Hälfte der über das Jahr getätigten Einsparungen kommen den Kindergärten zugute.

Von Red. Waidhofen. Erstellt am 06. Juni 2019 (19:29)

Zum Start der Mission wird ein Energieteam gebildet, das sich aus Vertretern aller Nutzergruppen - also Gemeindevertretern und dem Personal aus dem Kindergarten - zusammensetzt. Die Energiewerte werden festgehalten, wobei man sich innerhalb von drei Jahren die Bereiche Heizung und Warmwasser, elektrische Energie, Abfall sowie Wasser genau ansieht. Die Einsparungen innerhalb eines Jahres können so festgestellt werden.

"Pädagogen wie Kinder achtsam mit Energie umgehen"

Die drei Kindergärten zählen zu mehr als 70 Einrichtungen, die sich landesweit am Projekt beteiligen. Sie haben sich viel vorgenommen, berichten die Leiterinnen Claudia Mader, Jutta Gari und Katharina Hofstätter. "Entscheidend wird sein, dass sowohl das Pädagogenteam als auch unsere Kinder achtsam mit der Ressource Energie umgehen", erklären sie. Gemeinsam wird der Verbrauch an Strom, Wärme und Wasser überwacht. "Wir werden in den Gruppen Energiedetektive bestimmten, die ein besonderes Auge darauf werfen, dass beispielsweise das Licht nach Betreuungsende abgeschalten oder die Stoßlüftung durchgeführt wird."

Stolz von "seinen" Kindergärten zeigt sich Bürgermeister Robert Altschach: "Der achtsame Umgang mit Wärme oder Strom kann ein wesentlicher Beitrag zum Klimaschutz sein", ist ihm das Projekt "ein großes Anliegen". "Die Kindergärten werden von der Mission auch finanziell profitieren, da sie die Hälfte der Einsparungen bei den Verbrauchskosten als Prämie erhält."

"Stehen mit Fachwissen zur Seite"

Die Energie- und Umweltagentur NÖ steht hinter dem Projekt. "Damit die Kindergärten die Mission erfolgreich bestreiten können, stellen wir Experten der Energieberatung Niederösterreich mit Fachwissen zur Seite", erklärt Gemeindebetreuerin Elisabeth Wagner. Unterrichtsmaterialien und Unterstützungspakete werden zur Verfügung gestellt. Sie empfiehlt, zwei Energiedetektive je Gruppe zu bestellen: Sie können über die Einhaltung der Regeln wachen.

"Es freut mich, dass die Gemeinde mit den Kindergarten-Verantwortlichen an einem Strang ziehen", lobt Landeshauptfrau-Stellvertreter Stephan Pernkopf. "Die Kinder lernen dadurch den richtigen Umgang mit dem wichtigen Thema Energie."