Die Defensive als Trumpf. Bernd Dangl über den aktuellen Erfolgslauf des SV Waidhofen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 13. September 2017 (02:57)

Zwölf Gegentreffer und null Punkte in den ersten drei Runden – null Gegentreffer und sieben Punkte an den darauffolgenden drei Spieltagen. Der SV Waidhofen gibt derzeit ein gutes Beispiel für „die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive die Meisterschaft“ ab. Wobei es natürlich weit hergeholt ist, dass der SVW trotz der jüngsten Erfolge vorne mitspielen wird. Aber ein „nicht verwickelt sein“ in den Abstiegskampf wäre schon ein großer Erfolg.

Geht‘s so weiter, dann sollte Waidhofen diesmal sowieso nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben. Überhaupt, wo es in dieser Saison aufgrund der weitreichenden Bundesliga-Reform ohnehin nur einen Absteiger aus der 1. NÖN Landesliga geben wird. Vorausgesetzt, Waidhofen punktet weiter. Denn gerade jetzt wäre es fatal, würde sich jemand auf dem kurzfristigen Erfolg ausruhen. Nach den Duellen gegen Scheiblingkirchen, Langenrohr und Stripfing kann‘s schon wieder ganz anders aussehen.

Dann hat auch Neo-Sportdirektor Helmut Lamatsch schon ein erstes Bild, was er im Winter ändern muss – oder eben nicht. Dieser Druck von außen muss nicht hemmend, sondern kann auch fördernd sein. Denn zu Beginn des aktuellen Laufs stand eine „Wutrede“ von Obmann Andreas Hanisch in der NÖN – und die hat scheinbar gefruchtet.