Dramatische Situation. Über die massiven Probleme beim SCU Thaya.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 03. Februar 2021 (00:20)

Die angespannte Personalsituation in Thaya verschärfte sich durch sechs Abgänge dramatisch. Thaya-Legende Peter Pany rechnet im NÖN-Gespräch zusammen: Inklusive ihm und Norbert Stummer – zusammen bringen es die beiden auf 100 Lebensjahre – kratzt Thaya gerade einmal elf Spieler fürs Frühjahr zusammen. Eine unmögliche Ausgangslage, wenn Verletzungen, Ausfälle, Sperren einkalkuliert werden …

Neustart im Sommer? Leichter gesagt, als getan. Wer wechselt zu einem Verein, der sich tief in der Abwärtsspirale befindet? Sofort verfügbarer Nachschub aus den eigenen Reihen? Fehlanzeige.

Bleiben nur zwei Alternativen: Verein abmelden, oder eine Spielgemeinschaft. Für Zweiteres dürfte es mit Karlstein einen willigen Partner geben. Dieses Szenario ist natürlich weitaus attraktiver, als wenn der Verein zusperrt. Eine Spielgemeinschaft birgt aber Risiken: Wo wird gespielt? Welcher Verein bringt sich stärker im Vorstand ein? Wer gibt die Linie vor? Für den schwächeren Partner in dieser Beziehung bedeutet das dennoch oft das faktische Aus, weil nach außen immer der Stärkere wahrgenommen wird.