„Daaaaankeee“ Andy Marek. Über den Abschied von Rapid-Stadionsprecher Andy Marek.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 19. Februar 2020 (01:23)

Andy Marek aus Groß-Siegharts kennt man. Nicht nur im Waldviertel, sondern weit darüber hinaus. Kein anderer Stadionsprecher hatte hierzulande jemals diese Popularität. Oder anders gesagt: Wie viele Stadionsprecher im österreichischen Profi-Fußball kennen Sie denn namentlich? Eben.

Am Sonntag beendete er seine erfolgreiche Karriere beim SK Rapid Wien. Das Geheimnis von Mareks Erfolg war seine gelebte Authentizität. Er betonte immer stolz seine Waldviertler Herkunft, gab’s keine Star-Allüren, hatte Marek immer ein „Griaß eich“ auf den Lippen – erlebt in Journalisten-Runden, oder aber auch in langen Warteschlangen beim Vorverkauf für Europacup-Karten.

Diese Lockerheit ging Marek scheinbar leicht von der Hand, dass er es spielerisch schaffte, sein Publikum in Stimmung zu versetzen. Gleich, ob es sich dabei um ein vollbefülltes Happel-Stadion mit 50.000 Fans, oder einem kleineren Rahmen, wie beispielsweise die Siegergala der NÖN-Sportlerwahl handelte.

Marek schuf eine Marke, definierte die Rolle des Stadionsprechers neu und war, obwohl kein Sport-Aktiver, immer ein Sport-Botschafter des Waldviertels. Dafür gebührt ihm zum Abschied ein typisches „Andy Marek-Daaaaankeeee!“