Fehlbesetzung für ein Derby. Über den schwachen Auftritt des Schiedsrichters bei Waidhofen gegen Schrems.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 11. September 2019 (01:53)

Ein „Was wäre, wenn-Spielchen“ bringt im Nachhinein des Waldviertel-Derbys zwischen Waidhofen und Schrems nichts mehr. Was hätte sein können, haben die ersten Spielminuten, die Waidhofen klar dominiert hat, gezeigt. Dass sich die ohnehin schon personell gebeutelten Waidhofner nach dem frühen Ausschluss von Michael Past hinten rein stellten und auf Konter lauerten, ist legitim. Klar, dass Schrems danach spielbestimmend war und die besseren Chancen hatte.

Die Chance auf ein offeneres Derby hat den Zusehern ganz klar Schiedsrichter Marcus Pottendorfer genommen. Was ihn zur Roten Karte gegen Michael Past geritten hat, wird wohl ewig sein Geheimnis bleiben. Das angebliche Foul war weder Torraub noch eine Brutalo-Aktion. Genauso, dass er den Lattenpendler der Schremser vor, anstatt hinter der Linie sah, war neben einer Reihe weiterer Fehlentscheidungen schwach.

Die hauptsächliche Frage, die sich aber stellt, ist: Wer schickt einen 23-jährigen Newcomer, der bisher gerade erst 13 Landesliga-Spiele gepfiffen hat, zu einem derart brisanten Derby? Noch dazu an einem Wochenende, wo die Bundesliga pausiert und routiniertere Schiris zur Verfügung stünden. Gutes wurde dem sichtlich überforderten Spielleiter damit nicht getan.