Moral ist besser als die Abwehr. Über den Start des SV Waidhofen in der 1. Landesliga.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 21. August 2019 (01:54)

Die Moral passt – diesen Beweis haben die Waidhofner Kicker in Spratzern ab der 34. Spielminute erbracht. Zu diesem Zeitpunkt lagen sie aussichtslos 0:3 zurück, jubelten am Ende aber über einen 4:3-Sieg, der immens wichtig war. Denn nach der Abfuhr in Ardagger hätte eine Niederlage bei „Immer wieder-Abstiegskandidat“ Spratzern für Zündstoff gesorgt.

Nichtsdestotrotz steht bereits die nächste Schnittpartie für den SVW am Plan. Am Freitag kommt Ortmann, das bisher durch eine 1:10-Niederlage gegen Krems besonders auffiel. Waidhofen muss mit einem Sieg zeigen, erst gar nicht in den Dunstkreis jener Teams kommen zu wollen, die gegen den Abstieg spielen. Vor allem in Anbetracht dessen, dass es danach und dem Mannersdorf-Nachtrag aus Runde eins gegen Krems-Bezwinger Rohrbach, Derbygegner Schrems und die SKN St. Pölten Juniors, die Waidhofen zuletzt in einem Testspiel 6:1 vermöbelten, geht.

Die Rechnung ist einfach: Umso mehr Punkte jetzt gemacht werden, umso leichter gehen die weiteren Spiele von der Hand. Das beste Vorbild sind dabei die Waidhofner selbst, die sich vor einem Jahr als Underdog bis auf den dritten Tabellenplatz vorsiegten. Dieser Spirit muss in der Kabine wieder allgegenwärtig sein.