Respekt für den Kampfgeist. Über das Finish der Waidhofner und die Lehren daraus.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 16. September 2020 (02:11)

So einen Sturmlauf gab‘s im Waidhofner Birkenstadion schon lange nicht mehr: Wie Waidhofen Gegner Mannersdorf in der letzten halben Stunde einschnürte, sich auch vom fehlenden Glück mit Latten- und Stangentreffer nicht beirren ließ, ringt Respekt ab. Respekt dafür, dass ein Team, bei dem es offensichtlich spielerisch nicht wie gewünscht läuft, am Weg zur dritten Saisonniederlage endlich Mut und Kampfgeist zeigte und sich somit in letzter Sekunde noch einen Punkt schnappte.

Sogar nach dem Ausgleich liefen die Waidhofner Kicker, als ginge es ums Leben, küsste Pavel Pilik vorm finalen Eckball den Ball. Hätte das Spiel noch ein paar Minuten länger gedauert, es wäre wohl noch der dritte Treffer gefallen.

Vom „hätte“ und „wäre“ kann sich Waidhofen aber nichts kaufen. Am Freitag wartet bereits das Derby in Schrems. Hier muss Waidhofen dort anschließen, wo man gegen Mannersdorf aufgehört hat. Es braucht wieder Leidenschaft und Kampf. Diesmal aber von der ersten Minute an. Daher hat Trainer Michael Scherzer in Wirklichkeit nur eine Option, wenn es um die Aufstellung geht: Die Schluss-Elf aus dem Mannersdorf-Spiel muss ran. Allein schon als Belohnung für das tolle Finish vom Freitag.