SVW: Nichts zu verlieren. Über das bevorstehende Krisen-Derby für den SV Waidhofen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 23. Oktober 2019 (00:34)

Vier Spiele in Serie verloren, Torverhältnis 2:14, insgesamt erst acht Punkte am Konto und personell einen „Mitten-in-der-Saison-Umbruch“, wie es ihn vermutlich noch nie zu 1. Landesliga-Zeiten gegeben hat – inklusive Trennung von drei Legionären.

Unter diesen Voraussetzungen ein Derby zu bestreiten, dabei auch noch irgendeinen kleinen Gedanken an Punktzuwachs zu hegen, wäre eigentlich mega-fehlplatziert, oder? Der SV Waidhofen hofft trotzdem drauf, am Freitag nicht mit leeren Händen aus Zwettl heimfahren zu müssen.

Was optimistisch macht? Vor allem die erste Halbzeit gegen Krems, wo die Mannschaft gezeigt hat, dass sie den Abstiegskampf charaktervoll angenommen hat. Wer Krems fordert, der kann auch Zwettl fordern. Der Lokalrivale hat zuletzt zwar Spitzenreiter Kottingbrunn ein X abgerungen, steht in der Tabelle mit acht Punkten aber gleich schlecht wie der SVW da – das allerdings ohne Personalsorgen.

Dazu kommt, dass Waidhofen in der Ära von Trainer Lukas Meisner noch kein Derby gegen Zwettl verloren hat. Auch im Mai 2018 fuhr der SVW als ähnlich krasser Außenseiter, weil personell gebeutelt, nach Zwettl, gewann dann 2:0. Warum nicht auch diesmal? Zu verlieren hat Waidhofens quasi nichts. Da steht Zwettl schon weitaus mehr unter Druck …