Ungewisser Ausblick. Über die Veränderungen bei 1. Landesligist Waidhofen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 20. November 2019 (05:00)

Mit Helmut Lamatsch ist nun also ein Mastermind-Teil beim SV Waidhofen weg. Sportdirektor war er ohnehin nur am Papier, viel eher lag ihm die Rolle als taktischer Tüftler, der mit seinen Trainer-Inputs maßgeblichen Anteil am Erfolgslauf des SVW hatte.

Denn bis zum Sommer war die im Herbst 2017 eingeleitete Ära Lamatsch/Meisner eine äußerst erfolgreiche. Zunächst wurde der drohende Abstieg abgewendet, danach Waidhofen auf Tabellenrang fünf geführt. Was aber noch herausragender als irgendeine Platzierung war: Waidhofen wurde sein „graue Maus“-Image los, tauschte den biederen Verteidigungs-Stil mit erfrischenden Offensiv-Fußball.

Einschneidend für die aktuelle Krise war aber bereits der Sommer: Hier wurden die Zeichen der Zeit (Abgänge von Leistungsträgern etc.) verkannt, oder bewusst ausgeklammert, weil man sich zu sehr in sportlicher Sicherheit glaubte. Das war ein fataler Irrtum, wie ein Blick auf die Tabelle zeigt.

Noch gibt’s keinen Grund zum Schwarzmalen, ist Waidhofen noch nicht abgestiegen. Im Winter muss aber bewiesen werden, dass das Bekenntnis zur 1. Landesliga ein ernstgemeintes ist. Was nicht unterschätzt werden darf: Ein sang- und klangloser Abstieg endet nicht mit diesem, sondern wirkt oft lange Zeit nach. Das wäre dann wirklich desaströs.