Waidhofen muss sich neu erfinden. Über die herben Waidhofner Test-Niederlagen und deren Folgen.

Von Bernd Dangl. Erstellt am 14. August 2019 (02:11)

0:6 im Testspiel gegen Liga-Konkurrent Retz! Die nach dem 2:1-Sieg über Ybbs wiederkehrende Euphorie im Waidhofner Lager bekam kurz vor Saisonstart einen herben Dämpfer.

Schon zuvor setzte es gegen die SKN St. Pölten Juniors und den Wiener Stadtligisten Schwechat hohe Niederlagen und jeweils sechs Trümmer. Anders gesagt; Die Vorbereitungsspiele gingen für Waidhofen ziemlich daneben. Die Abgänge von Matej Kovacik und Michal Penaska rissen größere Löcher in die Defensive, als vorab angenommen. Dabei war diese Formation das Herzstück in der bisherigen Ära des Tüftler-Duos Lukas Meisner/Helmut Lamatsch. Über eine stabile Abwehr wurde schnell umgeschaltet, vorne ohne langes Fackeln der Abschluss gesucht. So schaffte Waidhofen die Umkehr vom ewigen Abstiegskandidaten zu einem 1. Landesliga Top-Team. Jetzt scheint es, als müsse der SVW quasi wieder vorne beginnen, sich in der Defensive neu erfinden.

Zeit bleibt dafür keine mehr: Mittwoch geht’s gegen Ardagger, Samstag gegen Spratzern. Das sind Teams, die sicher nicht die Retzer Qualität haben. Das sind Teams, gegen die Waidhofen punkten muss, um nicht gleich vom Start weg in eine Abwärtsspirale zu kommen.