Der Wald geht uns alle an. Üüber eine Katastrophe, die die Waldbauern gerade überollt.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 17. Juli 2019 (04:00)

„Ich bin eine bekannte Route gefahren – und habe geglaubt, ich habe mich verfahren.“ Ein Waldviertel-Gast war vorige Woche ziemlich betroffen, weil sich die Landschaft im Bezirk Waidhofen gerade sehr ändert.

Der Borkenkäfer wütet, die Waldbauern kommen kaum mit Schlägerungen nach, erhalten äußerst wenig Geld fürs Käferholz oder bleiben überhaupt darauf sitzen. Die Verzweiflung steigt. Viel zu leise seien die Waldviertler, findet mittlerweile Waldexperte Franz Fischer. Er wird schon ein bisschen lauter.

Borkenkäfer-Kalamitäten sind nicht im Katastrophenfonds vorgesehen. Windwurf ja, ein großflächiger Kahlschlag wegen eines Schädlings nein. Das versteht kein Waldbesitzer. Ihnen steht Hilfe zu, auch wenn „nur“ eine Region (Waldviertel) oder Gemeinde (Raabs) auffallend betroffen sind.

Denn der Waldviertler Wald übt wie der Regenwald im Amazonas wichtige Funktionen aus. Jeder zieht unbewusst Nutzen daraus, dafür muss Steuergeld genutzt werden dürfen.

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