Nur ein Tropfen auf heißen Stein. Über die Idee einer Abrissprämie.

Von Michael Schwab. Erstellt am 22. Januar 2020 (04:43)

Bürgermeister Altschach erntet mit seinem Vorschlag, eine Abrissprämie von 5.000 Euro für alte Gebäude einzuführen, Kritik der übrigen Gemeinderatsfraktionen. Unausgegoren, nicht im Budget eingeplant und für echte Effekte ohnehin zu niedrig angesetzt, so die Kritik.

Keine Frage, anstatt ständig neue Flächen im Grünland zu verbauen, wäre es sinnvoll, bestehende Flächen in den Orts- und Stadtkernen zu nutzen. Gerade in den Ortschaften gäbe es oft Grundstücke, die man als Bauland für Neubauten nutzen könnte, wäre da nicht das verfallene, abbruchreife Haus, das noch darauf steht.

Andererseits: Wenn man sich die Abriss- und vor allem die Entsorgungskosten ansieht, sind 5.000 Euro tatsächlich ein Tropfen auf den heißen Stein. Viel größer ist der Spielraum aber nicht. Bund und Land sind gefragt, es durch Förderungen attraktiver zu machen, solche Grundstücke wieder zu Bauland zu machen – das dann zum Vorteil potenzieller Häuslbauer sogar schon aufgeschlossen wäre.