Pflicht könnte Fehler sein. Über die Freistellung von Feuerwehrleuten.

Von Michael Schwab. Erstellt am 14. August 2019 (03:25)

„Das beste Gerät nützt nichts, wenn es keine Leute gibt, die es bedienen können“ – diesen Satz hört man häufig, wenn neue Feuerwehrfahrzeuge feierlich in Dienst gestellt werden, wie am Sonntag das HLFA 2 der Feuerwehr Waidhofen.

Durch den zunehmenden Anteil an Pendlern wird es aber immer schwieriger, untertags genug Mann greifbar zu haben. Daher ist es umso wichtiger, jene Leute, die vor Ort ihren Arbeitsplatz haben, greifbar zu haben. Viele Arbeitgeber im Bezirk Waidhofen gehen hier mit gutem Beispiel voran, und stellen ihre Leute für Feuerwehreinsätze frei. Feuerwehrfreundlicher Arbeitgeber zu sein, kann ein Pluspunkt auf der Suche nach Fachkräften sein, und wer seine Arbeit ernst nimmt, wird sie nach dem Einsatz nachholen. Im gegenseitigen Einvernehmen ist viel möglich. Aber eine von oben verordnete Freistellungspflicht könnte ein zweischneidiges Schwert sein und manche Arbeitgeber dazu verleiten, eine Wehrmitgliedschaft als Handicap zu sehen.