Wer zum Erhalt wirklich beiträgt. Über alternative Kaufhaus-Modelle und die Konsumenten.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 11. Dezember 2019 (04:32)

Schließt ein Geschäft, ist das für jede Gemeinde bitter. Die Nahversorgerin in Gastern geht, weil das Betreiben von zwei Geschäften letztlich an die körperliche Substanz ging. Wer nachfolgt, ist offen. Der Bürgermeister tüftelt jetzt an einer Übergangslösung und will auf jeden Fall für den Erhalt kämpfen.

Wichtig ist jetzt, dass rasch reagiert wird. Jede Zeitlücke, in der ein Geschäft zu hat, ist schwer zu füllen. Dass der Gemeindechef an alternativen Modellen denkt, ist positiv – und lässt die Hoffnung auf einen Weiterbestand wachsen. Kleine Shops in Bauernhöfen, die selbst in der Nacht offen haben und dem Kunden Vertrauen schenken, zeigen’s vor. Automatisierte Systeme halten Einzug. Ein Geschäft auf Vereinsbasis zu führen ist nichts Neues.

Der Bürgermeister darf in seinem Bestreben nicht allein gelassen werden, denn jedes Kaufhaus braucht Konsumenten. Das bewusste Einkaufen direkt im Ort bedeutet: Ich trage dazu bei, dass bei mir Infrastruktur erhalten bleibt.