Zivilcourage ist gefragt. Über fehlende Zivilcourage im Alltag.

Von Michael Schwab. Erstellt am 10. Juli 2019 (02:16)

Um die Zivilcourage ist es schlecht bestellt, ist der Waidhofner Stadtpfarrer Josef Rennhofer nach den Vorkommnissen der jüngsten Zeit überzeugt.

Wenn es des Einsatzes älterer Damen bedarf, um einem Unruhestifter in der Kirche Einhalt zu gebieten, ist dieses Argument nicht von der Hand zu weisen. Zu oft wählen die Leute heute lieber den Weg des geringsten Widerstands: Bloß nicht hinschauen, lieber schnell umdrehen, bevor man noch irgendwo aneckt. Jemand wirft Müll im Park absichtlich neben den Korb, man sieht es, aber stellt den Verschmutzer nicht zur Rede. Oder man sieht, wie jemand Kircheneigentum beschädigt, behält die Beobachtung aber aus Angst vor Scherereien für sich.

Die Konsequenzen will dann auch niemand: Eingeschränkte Parköffnungszeiten und eine versperrte Kirche. Die Verursacher müssen merken, dass ihr Tun nicht akzeptiert wird, aber das gelingt nur, wenn genügend Leute den Mut haben, ihnen das auch zu vermitteln.