Zusammenlegen keine Option. Hannes Ramharter über die Wichtigkeit, Infrastruktur flächendeckend zu erhalten.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 01. Februar 2017 (04:13)

Bei der großen Gemeindereform in den 1970er Jahren gab es eine Vorgabe: Es sollten nur Gemeinden bestehen, die mindestens 1.000 Einwohner haben. Das ist im Bezirk Waidhofen heute in einigen Gemeinden nicht mehr der Fall, dramatisch nicht mehr in Waldkirchen.

Soll man also wieder beginnen, Gemeinden zusammenzulegen, wie dies vor kurzem auch in der Steiermark passiert ist?

Dies sollte auf keinen Fall passieren. Die Mehrheit der kleinen Gemeinden haben ihre Finanzen bestens in Griff, die Bewohner der Dörfer engagieren sich nach wie vor ehrenamtlich für „ihr Dorf“, „ihren Blumenschmuck“. In größeren Einheiten wäre das dann vielleicht nicht mehr der Fall.

Außerdem bestünde die Gefahr, dass bei einer Zusammenlegung auch Infrastruktur verloren gehen würde, wie zum Beispiel kleine Schulen oder Kindergärten.

Und das kann schon gar nicht im Sinne des Erfinders sein. Denn wenn die Infrastruktur einmal weg ist, wird die ehemalige Gemeinde dann für viele Menschen noch weitaus weniger attraktiv.