Herka wie ein gallisches Dorf. Hannes Ramharter über den erfolgreichen Bestand eines Textilbetriebs.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 13. September 2017 (02:57)

Die Frottier-Weberei Herka feierte ihr 90-jähriges Bestandsjubiläum. Da drängt sich fast ein Vergleich mit dem kleinen gallischen Dorf inmitten des Römischen Reiches auf. Während dort Asterix und Obelix dank des Zaubertranks die Römer immer wieder abwehren konnten, hat Herka dieses Wundermittel nicht.

Da ist es wohl eher harte Arbeit und unternehmerisches Denken, dass dieser Betrieb nach wie vor in unserer Region produzieren kann. Flexibilität ist nicht der Zaubertrank, sondern das Zauberwort. Kleine Stückzahlen sind möglich, es kann schnell geliefert werden. Das ist es, was den Waldviertler Betrieb zum Glück von der Konkurrenz zum Beispiel in der Türkei unterscheidet.

Darüber hinaus muss auch die Qualität nicht nur stimmen, sondern besser sein, als bei vergleichbaren Produkten. Dass Herka dies gelungen ist, ist sicherlich auf die harten und umfassende Arbeit einer erfolgreichen Unternehmerfamilie zurückzuführen. Und dieser „gallischen Dörfer“ gibt es im Waldviertel noch ein paar weitere. Mögen sie erhalten bleiben!