Ist Kulturgut „Glumpert“?. Hannes Ramharter über das nächste Kapitel rund um den Waidhofner Muhr-Brunnen.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 27. Juni 2018 (05:13)

Jetzt kommt der Muhr-Brunnen doch nicht in den ÖAMTC-Kreisverkehr. Es ist zu teuer, hört man, weil man Fundament und Wasserbecken bauen müsste.

Damit ist die traurige Geschichte um den einst von der Sparkasse an die Stadtgemeinde Waidhofen geschenkten Brunnen um ein Kapitel reicher. Beim letzten Rathaus-Umbau wurde der Brunnen abgetragen und im Bauhof gelagert. Als die NÖN den Missstand aufgezeigt hatte, präsentierte der damalige Bürgermeister Diether Schiefer in einer Gratiszeitung den Platz auf dem Hauptplatz, wo der Brunnen hinkommen würde. Bis heute ist er nicht dort.

Hans Muhr gilt als bedeutendster Brunnengestalter Österreichs, seine Werke sind also durchaus wertvoll. Neben Brunnen in der Kärntner Straße in Wien und auf dem Flughafen Schwechat gestaltete Muhr auch die Ehrengräber von Helmut Zilk und Udo Jürgens auf dem Wiener Zentralfriedhof.

Bleibt nur zu hoffen, dass nicht auch dieses „Glumpert“ im Bauhof so im Weg steht, dass man es weggeben muss! Insgesamt ein trauriger Umgang mit einem Kulturgut!