Zwist und Hader statt Sacharbeit. Hannes Ramharter über die Absicht der ÖVP, die Ressortverteilung zu ändern.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 06. September 2017 (02:40)

Im Stadtparlament der Bezirksstadt Waidhofen geht es munter weiter. Nur eine Woche nach Aufkündigung der Koalition durch Gottfried Waldhäusl beantragte die ÖVP Veränderungen bei den Ressorts im Stadtrat.

Gottfried Waldhäusl soll als Stadtrat für Finanzen und Öffentlichkeitsarbeit durch Thomas Lebersorger ersetzt werden. Lebersorgers Ressort soll an SPÖ-Stadtrat Franz Pfabigan gehen und Waldhäusl soll das klassische Minderheits-Ressort schlechthin, den Friedhof, bekommen.

Der Auszug aller Minderheitsparteien aus dem Gemeinderat verhinderte einen derartigen Beschluss vorerst, in der nächsten Sitzung kann die ÖVP das mit ihren Stimmen und jener des von der SPÖ abgesprungenen Reinhard Jindrak durchziehen.

Das könnte Waidhofen in eine Art Dauerwahlkampf versetzten, mit ständigen Diskussionen und Streit, mit Blockaden und Stillstand, außer, es gelingt der ÖVP tatsächlich, die SPÖ oder die IG/Grüne als Partner zu finden. Das muss aber derzeit zumindest bezweifelt werden!