„Plan B“ ist notwendig. Über den Unterricht in Corona-Zeiten.

Von Michael Schwab. Erstellt am 08. Juli 2020 (05:53)

Im Herbst sollen die Schulen wieder im Normalbetrieb starten. Angesichts der Herausforderungen bei der Betreuung jüngerer Kinder, aber auch beim Homeschooling, ist der Wunsch nach Normalität verständlich.

Doch solange das Coronavirus aktiv ist, muss man mit Rückschlägen und Einschränkungen rechnen. Auf einen regulären Schulbetrieb zu pochen nach dem Motto, es wird schon gehen, reicht da nicht: Es braucht einen „Plan B“, wie man auch im Falle nötiger Schulschließungen – ob regional oder flächendeckend – ein Mindestmaß an Bildung sicherstellen kann, vom Volksschüler bis zum Gymnasiasten.

Dort, wo sich das E-Learning bewährt hat, sollte man es nicht leichtfertig wieder abschaffen, und wo es Nachholbedarf gibt, wäre zu Schulbeginn die Zeit, daran zu arbeiten, bevor eventuell steigende Infektionszahlen Maßnahmen erfordern. Fehlende Zeit zur Vorbereitung kann man dann jedenfalls nicht mehr als Ausrede geltend machen, warum etwas nicht funktioniert.