Schluss mit absurden Regeln. Über schwer nachvollzieh bare Corona-Vorschriften.

Von Michael Schwab. Erstellt am 24. Februar 2021 (04:31)

Es mag paradox erscheinen: Da dürfen sich in Wien hunderte Menschen am Eistraum ohne Maske auf Schlittschuhen austoben, und zugleich wird es untersagt, dass fünf Musiker im Freien vor dem Pflege- und Betreuungszentrum mit ausreichendem Abstand ein Geburtstagsständchen zum 95er von Herbert Loskott spielen.

Sachlich wird der Unterschied im Infektionsrisiko zwischen den beiden Szenarien kaum zu begründen sein, im Gegenteil, logisch betrachtet müsste ein fünfminütiges Ständchen im Freien sogar unbedenklicher sein. Aber leider gilt dies eben im weit gefassten Sinn als verbotene Kulturveranstaltung, während der Eistraum unter erlaubten Freiluftsport fällt.

Es geht nicht darum, das eine gegen das andere abzuwägen, sondern nachvollziehbare Kriterien anzuwenden, was erlaubt ist und was nicht. Mit absurden und nicht nachvollziehbaren Regeln riskiert man, die Bevölkerung immer mehr zu verlieren, auch für notwendige und sinnvolle Regeln.