Spital Waidhofen/Thaya mit landesweit erster Altersmedizin-Einheit

Im Landesklinikum Waidhofen a.d. Thaya entsteht die niederösterreichweit erste Einheit für Altersmedizin. Wegen weniger Operationen soll das Spital zudem künftig in Kooperation mit dem Krankenhaus Horn einen Fachschwerpunkt für Chirurgie statt einer eigenen Abteilung haben.

Erstellt am 18. November 2021 | 17:33
Landesklinikum Waidhofen an der Thaya Spital Krankenhaus
Landesklinikum Waidhofen an der Thaya 
Foto: NOEN, NÖN

Dadurch "wird nicht nur die Grundversorgung für die Bevölkerung gesichert, sondern damit werden auch die Arbeitsplätze im Klinikum garantiert", betonte LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) in einer Aussendung.

Zuletzt waren laut Medienberichten Gerüchte über eine Schließung von Abteilungen am Standort im Waldviertel im Umlauf gewesen. Der Fachschwerpunkt für Chirurgie soll im Frühjahr 2022 entstehen. "Mit dieser strukturellen Anpassung können wir die Chirurgie in Waidhofen halten und auch die ambulante chirurgische Versorgung bleibt natürlich bestehen", erklärten Pernkopf und Landesrat Gottfried Waldhäusl (FPÖ), der aus der Bezirksstadt im Waldviertel kommt. Die Abteilung für Anästhesie und Intensivmedizin werde mit jener im Landesklinikum Horn zu einer fachlich-organisatorischen Einheit fusioniert, "es entsteht also eine Abteilung an zwei Krankenanstalten", teilte die NÖ Landesgesundheitsagentur (LGA) am Donnerstag mit.

Getrieben durch die demografische Entwicklung "steigt auch in der Gesundheitsregion Waldviertel der Bedarf an adäquater Versorgung für eine älter werdende Bevölkerung", hieß es von der LGA. Der Fokus liege beispielsweise auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Osteoporose, rheumatischen Beschwerden, Schlaganfällen oder Demenz. Interdisziplinär wird zwischen der Inneren Medizin, Onkologie, Psychiatrie, der professionellen Pflege und den therapeutischen Berufen zusammengearbeitet. "Für die Menschen in der Region Waidhofen an der Thaya wird mit neuen Lösungen im Klinikum die Grundversorgung garantiert und gleichzeitig der Standort langfristig gesichert", hielt Pernkopf fest.