Sicherheit für Straßen im Bezirk Waidhofen/Thaya. 2,3 Millionen Euro fließen bei 16 Projekten im Bezirk Waidhofen.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 11. Februar 2021 (04:39)
Landesrat Ludwig Schleritzko präsentierte das Straßenbauprogramm.
NLK/Burchhart

2,3 Millionen Euro fließen bei 16 Projekten in den Landesstraßenbau im Bezirk Waidhofen. „Wir werden landesweit insgesamt 119 Millionen Euro in die Hand nehmen, um 630 Projekte wortwörtlich auf die Straße zu bringen und damit rund 1.700 Arbeitsplätze in Niederösterreich sichern“, fasst Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko die Pläne des Landes zusammen.

Mit diesen Mitteln sollen vor allem Sicherheit und Lebensqualität auf bzw. rund um Niederösterreichs Straßen weiterhin verbessert werden.

Investiert wird etwa in die Erneuerung der Ortsdurchfahrten Sieghartsles, Weinern, Kollmitzdörfl und Schönfeld. Ertüchtigt wird die Thayabrücke zwischen Dobersberg und Merkengersch. Neugebaut wird die Brücke L8048 Seebsbach bei Blumau/Wild.

„Die Ortsdurchfahrten Sieghartsles und Weinern werden gemeinsam saniert, damit nur einmal gesperrt werden muss“, erläutert Gerald Bogg, Leiter der Straßenbauabteilung Waidhofen. „Die Verhandlungen sind dazu noch im Laufen, wir werden zeitgerecht über die Sperre und mögliche Umleitungen informieren.“ Hier werden auch die Nebenanlagen wie Gehsteige oder Parkstreifen für die Gemeinden von der Straßenmeisterei, unter Einbindung von regionalen Firmen, errichtet. „In Kollmitzdörfl und Schönfeld findet in etwa das Gleiche statt“, erklärt Bogg. „Dazu kommen noch kleinere Sanierungen auf Freilandstrecken, die oft kurzfristig unter ein paar Tagen zu machen sind.“

Brückentragwerk entspricht nicht mehr Stand der Technik. Beim Projekt Seebsbach bei Blumau wird die alte Brücke abgetragen, da das Tragwerk nicht mehr dem Stand der Technik entspricht und von der Brückenmeisterei neu gebaut. „Im Anschluss erfolgt ein Kleinbaulos, wo die Straße etwas saniert wird“, sagt Gerald Bogg.

Schleritzko verweist auch auf Erfolge der Vergangenheit: „Durch die Umfahrungsprojekte des letzten Jahrzehnts konnten wir in ganz Niederösterreich etwa über 30.000 Menschen vom Durchzugsverkehr entlasten. Gleichzeitig ist auch die Zahl der Verkehrstoten deutlich zurückgegangen: Die letzten fünf Jahre sind die fünf Jahre mit der niedrigsten Zahl an Verkehrstoten in der Geschichte. 2020 erreichten wir mit 89 den absolut geringsten Wert.“

Auch Radwegprojekte abgewickelt. Der NÖ Straßendienst ist auch abseits des Kfz-Verkehrs im Einsatz. Im Jahr 2020 wurden etwa 31 Radwegprojekte (37km) abgewickelt und insgesamt 2,2 Millionen Euro an Fördermittel ausgeschüttet. „Der Fördermittelbedarf für das Jahr 2021 ist abhängig von den Investitionen in den Gemeinden. Es befinden sich bereits einige Projekte in Bau bzw. in Planung. Zurzeit stehen wir bei einem Fördervolumen für diese Projekte in Höhe von 4,8 Mio. Euro“, erläuterte Schleritzko.

Er verweist auf die neue Radwegeförderung des Landes, die zwischen 60 und 80 Prozent der Errichtungskosten für die Gemeinden übernimmt.