Neues Projekt: Generationen verbinden

Erstellt am 18. März 2022 | 04:58
Lesezeit: 4 Min
440_0008_8305678_wai11bandl_gr_sitzung_ludweis.jpg
Im Kaiserpark wird ein Generationenplatz errichtet. Der Verein „Lebensdorf Ludweis“ wird ihn betreiben. Bürgermeister Hermann Wistrcil mit Obfrau-Stellvertreterin Verena Haidl mit Leonas und Lina Marie sowie mit Kassier Sabrina Jordan-Velagic mit Sohn Dario.
Foto: Gerald Muthsam
Generationenplatz im Kaiserpark soll Jung und Alt zusammenbringen.
Werbung

Über den Beschluss eines generationenverbindenden Projekts in Ludweis freut sich Bürgermeister Hermann Wistrcil.

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstag wurde ein Generationenplatz im Kaiserpark auf Schiene gebracht. Geräte zur körperlichen Ertüchtigung sollen zur Zusammenkunft aller Generationen einladen und dem Park neues Leben einhauchen. Der im Oktober des Vorjahres gegründete Verein „Lebensdorf Ludweis“ hat dieses Projekt angeregt. Die Errichtung wird über die Gemeinde finanziert, betreiben soll es der neue Verein. „Mit der Leaderregion Wohlviertel gab es bereits Vorgespräche, demnächst wird um Förderung eingereicht werden“, erzählt Bürgermeister Wistrcil. „Von den Gesamtkosten von 30.700 Euro erwarten wir Förderungen in Höhe von 72 Prozent, es bleiben Eigenmittel von 8.700 Euro.“

Unterstützung für Klimaticket

Gute Nachrichten gibt es auch für Benützer von öffentlichen Verkehrsmitteln. In einem Dringlichkeitsantrag wurde für Gemeindebürger mit Hauptwohnsitz eine Unterstützung zum Klimaticket beschlossen. Bei Vorlage des Tickets mit Zahlungsnachweis können 15 Prozent des Kaufpreises, jedoch maximal 100 Euro, an Zuzahlung in bar von der Gemeinde lukriert werden. Der Antrag wurde von Kurt Lobenschuß (SPÖ) in Absprache mit Bürgermeister Wistrcil eingebracht.

Schuldenstand verringert

Der Rechnungsabschluss 2021 wurde einstimmig beschlossen. Der Schuldenstand konnte durch Reduktion der Projekte im Vorjahr von 1.131.980 Euro auf 1.054.422 Euro verringert werden. Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 890 Einwohnern damit bei 1.187 Euro.

Hochwasserschutz abgelehnt

Das geplante Großprojekt Hochwasserschutz Kollmitzgraben wurde nach einer Betroffenenbefragung mit zwei Ja- und 14 Nein-Stimmen, von 21 Befragten, eingestellt. „Leider geht hier Optik vor Sicherheit“, meint Bürgermeister Wistrcil. „Ich finde es schade, denn wir hätten es wahrscheinlich mit den derzeitigen Förderungen von Bund und Land irgendwie geschafft, das Projekt umzusetzen. Ich nehme die Bürgerbefragung jedoch zur Kenntnis.“ Die bisherigen Planungskosten von 30.000 Euro wurden zur Förderabrechnung über die Abteilung Wasserbau der Landesregierung weitergegeben.

Neues Bauland wird erschlossen

Die coronabedingte Stadtflucht sorgt auch in der Gemeinde für eine erhöhte Nachfrage nach Bauland. Da in Ludweis derzeit nur noch begrenzt Bauplätze vorhanden sind, wird eine Erweiterung angedacht. Dem Raumordnungsbüro Porsch wurde hierzu ein Auftrag erteilt. Es gibt einen Vorschlag für sieben weitere Bauplätze, da jedoch eine Verunreinigung durch eine ehemalige Müllhalde nicht ausgeschlossen werden kann, werden Erkundungsschürfe durchgeführt. Die Kosten dafür werden rund 4.500 Euro betragen.

Kapellen-Sanierung Oedt

Die nächste Kapellen-Sanierung steht in Oedt an. Aufgrund des renovierungsbedürftigen Zustands wird die Außenfassade durch Malerarbeiten und Putzausbesserungen wieder in Schuss gebracht. Die Firma Buhl erledigt die Malerarbeiten um rund 20.900 Euro, die Mauererarbeiten erfolgen durch W4 Bau um 5.130 Euro, die ortsansässige Tischlerei Widhalm saniert die Fenster um 5.370 Euro.

Löschteich Drösiedl

Saniert wird auch der Löschteich Drösiedl. Die Firma Talkner erhielt als Bestbieter den Zuschlag um rund 59.000 Euro. Das Angebot beinhaltet neben der Räumung und Neuerrichtung der Betonwände auch den Einbau von zwei Ansaugstutzen. Die Feuerwehr wird als Eigenleistung unter anderem den relativ neuen Zaun ab- und wieder aufbauen und bei der Räumung beteiligt sein.

Stützmauer

In Blumau am „Dreihäuserberg“ wird eine rund 25 Meter lange und zwei Meter hohe Stützmauer errichtet. Beauftrag wird die Firma Talkner um 50.000 Euro.

Ausfallhaftung für Kredit

Die FF Blumau musste für die Finanzierung des speziellen Waldlöschbrandfahrzeuges ein Darlehen von 25.000 Euro für zehn Jahre aufnehmen. Die Gemeinde übernahm die Ausfallhaftung für den Kredit.

Mobilfunkmast

Die Errichtung eines neuen 36 Meter Mobilfunkmastes der Firma Magenta in Blumau wurde genehmigt. Der Mast wird den Raum Blumau, Ellends und Groß Siegharts abdecken.

Bester Freiwilliger

Als bester Freiwilliger für das Jahr 2022 wurde seitens der Gemeinde Herbert Fenz aus Radessen vorgeschlagen. Fenz engagiert sich sowohl bei Gemeindeprojekten sowie für Feuerwehr und Kirche.

50 Jahre Gemeinde-Zusammenlegung

2022 feiert die Gemeinde 50 Jahre Zusammenlegung der Gemeinden Ludweis, Blumau und Aigen. Aus diesem Anlass wird für Herbst eine Feier geplant.

Alle Beschlüsse waren einstimmig.

Werbung