Sieg für „Cilli von Hinterwinkl“ bei internationaler Zuchtschau

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:12
Lesezeit: 3 Min
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Helmut Wais mit seiner Hündin „Cilli von Hinterwinkl“.
Foto: privat
Helmut Wais gewann mit seiner Hündin der Rasse „Dachsbracke“ in Mariazell.
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Selten, schwierig zu führen und nur etwas für erfahrene Hundehalter – dass die Dachsbracke eine seltene Hunderasse ist, hat ihre Gründe.

Helmut Wais aus Matzles ist einer der beiden einzigen im Bezirk Waidhofen, die eine Dachsbracke besitzen. Am vergangenen Wochenende erzielte er mit seiner Hündin „Cilli von Hinterwinkl“ bei der internationalen Zuchtschau für alpenländische Dachsbracken in Mariazell unter 79 Teilnehmern den Sieg.

„Ich war völlig überrascht, ich bin eigentlich nur hingefahren, weil der ‚Klub Dachsbracke‘ sein 125-Jahr-Jubiläum feierte, und meine Hündin das für die Teilnahme an der Schau nötige Prädikat ‚vorzüglich‘ aufweist. Dass ich gewinne, damit habe ich nicht gerechnet“, erzählt Wais. Neben dem Sieg mit seiner Hündin holte er auch den Sieg in der Vereinswertung nach Österreich.

„Kam mir vor, als würde ich ein Kind adoptieren“

Er hatte „Cilli von Hinterwinkl“, als sie siebeneinhalb Wochen alt war, aus Osttirol geholt. Alpenländische Dachsbracken sind legal ausschließlich über den Verein erhältlich, und werden prinzipiell nur an Jäger mit entsprechender Hundehalter-Erfahrung abgegeben. Auch die Zucht erfolgt nur über den Klub, um Probleme wie Inzucht zu vermeiden. „Ich musste eine Reihe von Fragen beantworten, und dachte mir, adoptiere ich hier ein Kind? Aber der Züchter erklärte mir, dass das alles seinen Sinn hat“, erzählt Wais.

Heute ist die Hündin vier Jahre alt, und hat sich im Jagdeinsatz bewährt. „Dachsbracken sind exzellente Schweißhunde mit einer rein österreichischer Abstammung. Schon zu Kaiserzeiten wurden die Berufsjäger des Kaisers mit Dachsbracken als Diensthunde ausgestattet. Diese Hunde sind sehr sensibel und hochintelligent und sehr eigenständig. Wenn eine Dachsbracke an einer Spur dran ist, dann bleibt sie dran, egal was rundherum passiert. Das ist, wie wenn der Hund Scheuklappen aufhätte“, sagt Wais.

Genau diese für einen Jagdhund positiven Eigenschaften machen Dachsbracken aber zu schwierig zu führenden Hunden. „Die gehören nur in geübte Hände“, stellt Wais klar.

Er ist mit seiner „Cilli von Hinterwinkl“ täglich in seinem Revier rund um Matzles unterwegs. „In der Pension habe ich ja Zeit“, merkt der passionierte Jäger an.

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