Mehr Kredit für Arzthaus. Thaya / Sollte der derzeitge Postpartner in Thaya das Serviceangebot einstellen, werden die Agernden grundsätzlich von der Gemeinde übernommen.

Erstellt am 25. März 2014 (23:59)

Der Rechnungsabschluss für das Haushaltsjahr 2013 stand im Mittelpunkt der Gemeinderatssitzung am 17. März.

Während der ordentliche Haushalt ausgeglichen abgeschlossen werden konnte, gibt es im außerordentlichen Haushalt einen Fehlbetrag von 325.782 Euro. Verursacht wird dieser durch noch ausstehende Förderungen für Kanal- und Wasserversorgungsbau sowie für das Wasserkraftwerk.

1.445 Euro Pro-Kopf-Verschuldung

Der Gesamtschuldenstand der Gemeinde erhöht sich von 1,992.576 Euro am 1. Jänner 2013 auf 2,059.552 Euro am 31. Dezember 2013. Damit steigt auch die Pro-Kopf-Verschuldung von 1.390 auf 1.445 Euro.

Im weiteren Verlauf wurde auch der erste Nachtragsvoranschlag für 2014 genehmigt. In der letzten Sitzung war im außerordentlichen Haushalt ein Darlehen für den Arzthaus-Umbau in Höhe von 300.000 Euro aufgenommen worden. Im Voranschlag waren nur 150.000 Euro dafür vorgesehen gewesen.

Außerdem wurden auch die Arbeiten für den Neubau der Abwasserbeseitigungs- und Wasserversorgungsanlage Lindengasse II sowie den Umbau der Mischwasser-Kanalisation und der Hausanschlüsse in der Bahnhofstraße und Gartenzeile für 728.646 Euro an die Firma Leithäusl aus Krems vergeben.

Weiters erhielt die Firma Garschall aus Vitis den Zuschlag für die Wärmepumpen- und Wasserfilterinstallation sowie für Druckregler und die Lüftungsanlage für den Umbau des Bahnhofes zur Arztpraxis um 45.295 Euro.

Verpflichtungserklärung für Hochwasserschutz Großgerharts

Der Gemeinderat gab außerdem eine Verpflichtungserklärung für den 2. Bauabschnitt des Hochwasserschutzes in Großgerharts ab. Hier muss die Gemeinde von den veranschlagten 870.000 Euro 17 Prozent (147.900 Euro) übernehmen, der Bund zahlt 45 Prozent, das Land 38 Prozent.

Weiters wurde ein Grundsatzbeschluss gefällt, dass die Gemeinde die Postpartnerstelle, die derzeit vom Kaufhaus Koller betrieben wird, übernimmt, falls sich für den derzeitigen Betreiber in Zukunft kein anderweitiger Ersatz finden lassen sollte. Ebenso stimmte der Gemeinderat mit einem Grundsatzbeschluss einer Gemeindekooperation in den Bereichen Beschaffung, Bauhofsoftware und Bauhofleiter-Stammtisch zu.

Von der Teilnahme an der Sitzung entschuldigt waren Matthias Weber (ÖVP), Günther Dangl (FPÖ) und Harald Reifschneider (SPÖ). Alle Beschlüsse erfolgten einstimmig.