Feuerwehr wieder bestens gerüstet. Neues Fahrzeug ist mit Seilwinde, Schnellangriffseinrichtung, technischem Bergegerät, Spreizer und Schere ausgerüstet. Altes Fahrzeug war 36 Jahre im Einsatz.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 19. Mai 2019 (04:00)
Gerald Muthsam
Bezirkshauptmann Günter Stöger, Franz Bauer, Franz Eggenhofer, Roman Jokl (Partnerfeuerwehr Slavonice), Kommandant Leopold Hiermann, Fahrzeugpatin Ricarda Hiermann, Bürgermeister Franz Traxler, Pfarrer Gerhard Swierzek, Bundesrat Eduard Köck, Nationalratsabgeordnete Martina Diesner-Wais und Kommandant-Stellvertreter Anton Hofmann bei der Fahrzeugsegnung.

Das neu angeschaffte Hilfeleistungsfahrzeug (HLF 2) der FF Merkengersch wurde am 10. Mai im Zuge des traditionellen Kirtags von Pfarrer Gerhard Swierzek gesegnet und von Bürgermeister Franz Traxler offiziell in den Dienst gestellt.

Das mit Seilwinde, Schnellangriffseinrichtung mit 3000 Liter Tank, technischem Bergegerät, Spreizer und Schere ausgerüstete Allradfahrzeug hat einen Anschaffungswert von 320.000 Euro. 60.000 Euro werden vom Landesfeuerwehrverband und 150.000 Euro von der Gemeinde Dobersberg übernommen. Den Rest leistet die FF Merkengersch.

"Aufgaben der Feuerwehr haben sich geändert"

„Manchmal gibt es Kritik wegen derartigen Kosten und die Leute meinen, man würde zu viel dafür ausgeben, weil die Fahrzeuge vom Stehen kaputt werden“, führte Bundesrat Eduard Köck in seiner Ansprache aus. „Dabei wäre es ja gut, wenn sie vom Stehen kaputt werden, weil wir nicht wollen, dass wir sie im Einsatz brauchen. Aber wenn wir sie brauchen, ist es gut, dass wir sie haben. Die Aufgaben der Feuerwehren haben sich geändert und die Menschen rufen bei vielen Aufgabengebieten, wenn sie in Gefahr sind, zuerst die Feuerwehr an. Darum sollten alle bemüht sein, dass sich möglichst viele Leute für den Dienst am Nächsten bereitstellen und die Feuerwehren unterstützen.“

Bezirksfeuerwehrkommandant Manfred Damberger berichtete über den landesweit ungebrochenen Zuspruch zum Feuerwehrwesen. Der Landesfeuerwehrverband könne auf 99.000 Freiwillige zurückgreifen. Davon 7.000 Frauen und 6.000 Feuerwehrjugendliche. Damit die Feuerwehrleute immer unversehrt nach Hause kommen, übergab er der FF Merkengersch ein Kreuz und einen Heiligen Florian.

Bezirkshauptmann Günter Stöger wies darauf hin, dass dies nicht nur ein prachtvolles Fahrzeug sei, es stünden auch 36 Feuerwehrfeste dahinter, die zur Finanzierung beigetragen hätten.

Die FF Merkengersch wurde 1903 gegründet und hat 39 aktive Mitglieder und sieben Reservisten.