Baucenter des Waidhofner Lagerhauses ist fast fertig. Eröffnung muss verschoben werden. Sortiment wurde deutlich erweitert.

Von Michael Schwab. Erstellt am 25. November 2020 (04:44)

So gut wie fertig ist das neue Bau- und Gartencenter des Raiffeisenlagerhauses Waidhofen. Für den 3. und 4. Dezember wäre eine coronagerechte offizielle Eröffnung ohne Festakt, aber dafür mit Angeboten geplant gewesen, doch dies muss wegen des Lockdowns verschoben werden.

Gesamtkosten 12 Millionen Euro

Mit allen begleitenden Maßnahmen wie dem Abbruch von drei alten Lagerhallen, der Entfernung von zwei Schleppgleisen, dem Neubau einer Mehrzweckhalle und einer Getreidehalle sowie dem Umbau der Baustoff-Spenglerhalle und der Verlegung des Tanklagers mit insgesamt 180.000 Litern Fassungsvermögen investierte das Lagerhaus 12 Millionen Euro, davon entfielen sieben Millionen allein auf das neue Baucenter.

Der Umbau samt Abriss des alten Baucenters erfolgte im laufenden Betrieb – eine logistische und arbeitstechnische Herausforderung, die von Mitarbeitern und Kunden das Arrangieren mit Provisorien erforderte. Beim Rundgang durch den neuen Markt kurz vor dem Lockdown wurde deutlich, dass sich alle Mühen gelohnt haben.

Neu: Floristik, Imker- & Fischereibedarf, Farbmischanlage

 Statt 2.400 m stehen jetzt 5.000 m Gebäudefläche zur Verfügung, davon sind 3.900 m als Verkaufsfläche nutzbar, 2.800 m davon im Indoor-Bereich. „Wir konnten unser Sortiment deutlich erweitern. Neu gibt es jetzt bei uns die Floristik mit Schnittblumen, Hochzeitsfloristik und Trauergestecken, Imkerei- und Fischereibedarf, eine Fliesenwelt und Fußbodenausstellung und eine Farbmischanlage für Fassaden, Innenfarben und Lasuren“, zählt Marktleiter Markus Fasching die Neuerungen auf.

Der Mitarbeiterstand wuchs von 40 auf 55 an, unter anderem wurden alleine für den Floristik-Bereich vier gelernte Floristinnen aufgenommen.

Über 15 Kilometer Kabel verlegt

Die neue Verkehrsanbindung über den EKZ-Kreisverkehr und der neu gestaltete Kundenparkplatz mit 250 Stellplätzen und zwei Ladesäulen für E-Autos sind weitere Verbesserungen gegenüber dem Ausgangszustand.

Bestehende Sortimentsbereiche wie Haushaltsartikel oder Bekleidung wurden erweitert, im Tierfutterbereich wurde ein eigener „Futterstadl“ geschaffen. Insgesamt befinden sich rund 400 verschiedene Artikelgruppen von 200 Lieferanten im Angebot.

Im Markt wurden 750 Laufmeter Regale aufgestellt, dazu kommt noch das 950 m große Freigelände. Beeindruckend ist auch die Menge an verlegten Kabeln – insgesamt mehr als 15 Kilometer.

Breite und helle Gänge, geräumige Büros

Ausgehend vom Eingangsbereich mit einem Windfang werden Kunden an der Saisonstellfläche vorbei in den Markt geleitet.

„In diesem Bereich stellen wir zur Jahreszeit passende Artikel aus, jetzt sind das Weihnachtsartikel“, erläutert Fasching beim Rundgang. Breite und helle Gänge sollen für eine angenehme Atmosphäre sorgen – auch das wegen Corona nötige Abstandhalten fällt da leicht.

Für die Mitarbeiter wurde ein großer Pausenraum mit Fernseher und Kochmöglichkeit sowie Spinde und Duschen geschaffen, ebenso wurden neue, geräumige Büros eingerichtet.

Aufgrund des Lockdowns ist das Baucenter für Privatkunden derzeit nur mit Sortimentseinschränkungen (Lebensmittel, Getränke, Drogerieartikel, Tierfutter und Notfallprodukte wie Leuchtmittel) von Montag bis Freitag von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Eine Zustellung aus dem gesamten Sortiment ist möglich.