Vor allem Brücke bereitet Angst. Anrainer luden zu Lokalaugenschein und fühlen sich durch Hochwasser bedroht.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 27. Juni 2018 (05:24)
So sah die Hochwassersituation 2006 im Gebiet „Mühlen und Höfe“ laut diesem Foto aus, das von einem Anrainer zur Verfügung gestellt wurde.
NOEN, privat

„Kommen Sie doch einmal vorbei und schauen Sie sich das Gebiet in der Natur an“, lautete die Einladung einer Gruppe von Anrainern an die NÖN-Redaktion betreffend des Siedlungsgebietes „Mühlen und Höfe“.

Die Anrainer sind besorgt, weil sie befürchten, dass durch den Bau einer Brücke die Situation im Falle eines Hochwassers kritisch für die Gebäude werden könnte. Grund daür ist die Tatsache, dass die Thaya dort eine Schlinge macht. Derzeit gibt es genug Expansionsfläche für den Fluss, doch im Jahr 2006 war das Hochwasser schon in der Nähe so mancher Häuser in dieser Gegend und auch das gegenüber liegende Freizeitzentrum war vom Hochwasser betroffen.

Grund dafür ist nicht zuletzt eine Engstelle, die auch dadurch entstanden ist, dass der Sportplatz nach dem Freizeitzentrum gegenüber dem für die Baugründe vorgesehenen Gemeindegrundstück relativ hoch liegt. Dort geht dann die Überschwemmungsfläche stark zusammen und bildet eine Art Trichter, was wiederum die Gefahr für einen Rückstau ergibt. Das sehen die Anrainer im Falle des Baus einer Brücke als besondere Gefahr, schließlich wisse man nicht, wie viele Pfeiler eine dort errichtete Brücke haben würde.

„Ich bin sicher nicht grundsätzlich gegen den Bau einer Siedlung in diesem Gebiet. Das Problem ist nur, dass ich vor dem Bau einer Brücke Angst habe“, erklärt einer der Anrainer bei diesem Lokalaugenschein. Wobei für ihn auch noch die Frage offen ist, wer die Haftung übernähme, wenn die Brücke gebaut und dann dort durch Hochwasser Schaden entstehen würde.