Waidhofen/Thaya: Igel bleibt weiter dunkel. Der Folkclub Waidhofen wird heuer nicht mehr seine Tore öffnen. Herbert Höpfl hofft auf einen Neustart im Februar. Das wäre dann ein Jahr ohne Konzert.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 12. November 2020 (05:02)
Die Pforten des Igels bleiben auch für den Rest des Jahres verschlossen.
Sebastian Dangl

Düstere Zeiten brechen an. Nicht nur wird es schon früh finster, auch im Igel muss fürs Erste das Licht ausbleiben. Nach einer langen Pause (das letzte Konzert war im Februar) wollte der Folkclub gerade jetzt im Winter erneut in die Gänge kommen. Zumindest einmal im Monat hätte ein Konzert im beliebten Musikclub an der Stadtmauer stattfinden sollen. Der zweite Lockdown kam dazwischen und jetzt steht Obmann Herbert Höpfl erneut mit leeren Händen da.

„Heuer wird das nichts mehr“

„Es ist verdammt bitter, dass wir schon wieder nichts machen können“, klagt er. „Wir wollen ja, doch so schnell wird sich an der Situation vermutlich nichts ändern.“ Heuer wird es laut ihm definitiv nix mehr, selbst wenn der Lockdown mit Dezember vorbei wäre. „Falls noch heuer Veranstaltungen wieder erlaubt werden sollten, wären diese wahrscheinlich stark eingeschränkt“, betont Höpfl.

Für Folkclub-Obmann Herbert Höpfl heißt es jetzt, auf das Licht am Ende des Tunnels zu warten.
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Für 20 Leute aufzumachen, würde sich nicht auszahlen. Mit den Auflagen vor dem Lockdown wären 50 Personen im Igel möglich gewesen. „Erst dann würde es wieder Sinn machen. Aber bei allem, was darunter ist, wären fast schon mehr Mitarbeiter als Besucher im Lokal“, erklärt der Obmann.

„Es ist verdammt bitte, dass wir schon wieder nichts machen können.“ Folkclub-Obmann Herbert Höpfl über zweiten Lockdown.

Im Folkclub steht also momentan alles still und das schon seit Februar. Auch an die größte Veranstaltung des Jahres, das Musikfest, war nicht zu denken. Selbst als die Veranstaltungsauflagen im Verlauf des Sommers gelockert wurden, pausierte der Folkclub. „Im Nachhinein betrachtet war das vielleicht ein Fehler. Zu der Zeit wäre es natürlich optimal gewesen und wir haben auch überlegt“, offenbart Höpfl.

Viele Mitarbeiter seien jedoch im Urlaub gewesen, wodurch laut Höpfl wichtige Ressourcen gefehlt hätten. Erst im Herbst wurde wieder mit der Planung für einen eingeschränkten Konzertbetrieb begonnen.

Hoffnung auf Musikfest 2021 zumindest in abgespeckter Form

Die liegt jetzt aber auch wieder auf Eis. „Jetzt irgendetwas zu planen, wäre sinnlos. Wir müssen abwarten, wie es mit der Pandemie weitergeht“, betont Höpfl. Vorerst wird das Igel jetzt Corona-tauglich gemacht, und es wird auf das Licht am Ende des Tunnels gewartet.

Höpfl bleibt aber zuversichtlich und blickt Richtung Februar und März. In weiterer Folge wird auch auf ein Musikfest 2021, zumindest in abgespeckter Form, gehofft. „Wir sitzen in den Startlöchern und warten nur auf den Moment“, meint Höpfl.

Am Folkclub würde es also nicht scheitern. Auch nicht an den Musikern. Die warten nur darauf, wieder auf die Bühne zu dürfen.