Thaya wird zur ersten Fairtrade-Gemeinde. Die erste Fairtrade-Gemeinde des Bezirks präsentiert sich beim Schmankerlmarkt, der erstmals stattfindet.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 07. Juli 2020 (08:23)
Produzenten werden beim 14er-Haus ihre Produkte verkaufen, der erste Schmankerlmarkt hat aber noch mehr zu bieten, zum Beispiel Thaya als „Fairtrade“-Gemeinde.
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„Des is eigentlich a guade G’schicht, des moch ma.“ Eduard Köck fand Gefallen an der Idee, dass Thaya eine „Fairtrade“-Gemeinde wird. Offiziell wird dies am kommenden Sonntag im Rahmen des ersten „Schmankerlmarktes“ – dem coronabedingten Nachfolger des Bauernmarktes – präsentiert.

„Ich kenne das schon länger und ich glaube, dass es gut ist, dass man die Bauern in Afrika unterstützt, weil dann haben die Leute genug Einkommen und brauchen nicht darüber nachdenken, ob sie zu uns kommen sollen“, führt Köck aus. „Wir Landwirte wollen selber faire Preise“, soll das für andere ebenso Geltung haben.

Thaya ist damit die erste Gemeinde im Bezirk, die das ‚Fairtrade‘-Siegel trägt. „Überall, wo wir als Gemeinde etwas machen, werden wir ‚Fairtrade‘-Kaffee ausschenken“, erklärt Köck. Der Nahversorger wird ein eigenes Regal mit ausgesuchten Produkten schaffen. „Das ist einmal ein Beginn, mal schauen, wie sich das macht.“ Die Marktgemeinde zieht dies mit dem Verein „Fairtrade Österreich“ auf, deren Vertreter am Sonntag am Rande des Schmankerlmarktes kommen werden – der erste dieser Art.

„Wir wollten den Bauernmarkt nicht ganz aufgeben und weil die Bestimmungen leichter geworden sind, wird im 14-er Haus, wo das Gitarrenmuseum ist, ein kleiner Regionalmarkt gemacht“, erklärt Eva Haidl, eine der Organisatoren.

Die Idee sei kurzfristig gekommen, aber gut angenommen worden. „Natürlich ist es mit den Sicherheitsbestimmungen kein Fest an sich, sondern nur ein kleiner Teil davon“, ergänzt sie. Der Ausschank oder die Ausgabe von Speisen ist nicht vorgesehen, die vertretenen Produzenten werden ausschließlich verkaufen.