Acht Bauplätze im ersten Ausbauschritt in Gastern

Neues Siedlungsgebiet geht in Parzellierungs-Phase, erste Aufschließungsarbeiten könnten schon heuer erfolgen.

Erstellt am 07. Januar 2022 | 05:49
Lesezeit: 2 Min
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Der geschäftsführende Gemeinderat Markus Moldaschl, Bürgermeister Roland Datler und Vizebürgermeister Rainer Winkelbauer vor den Flächen, auf denen das neue Siedlungsgebiet entstehen wird.
Foto: Michael Schwab

Grünes Licht gibt es für die erste Ausbaustufe des neuen Siedlungsgebiets nördlich des Ortes hinter dem Hochwasserschutzbecken.

Wo im Vorjahr die SPÖ dem Bürgermeister Roland Datler (ÖVP) noch Intransparenz und Verschwendung von Steuergeld bei einem nötigen Grundtausch vorwarf (die NÖN berichtete), wurde jetzt ein einstimmiger Konsens über alle Fraktionen hinweg gefunden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden die zugehörigen Änderungen des Flächenwidmungsplans beschlossen.

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Drei Hektar umfasst das neue Siedlungsgebiet in Gastern.
Foto: privat

„Wir haben vor der Sitzung konstruktive Gespräche mit allen im Gemeinderat vertretenen Parteien geführt. Dadurch ist es uns gelungen, alle mit ins Boot zu holen“, betont Bürgermeister Roland Datler.

Insgesamt drei Hektar Fläche wurden von der Marktgemeinde Gastern um rund 350.000 Euro angekauft. Das neue Siedlungsgebiet besteht aus drei Aufschließungszonen. In der ersten Etappe sollen acht Bauplätze für Einfamilienhäuser angeboten werden. Die zweite Aufschließungszone wird Platz für sechs Bauplätze bieten.

Dritte Aufschließungszone bleibt noch Grünland

Die Ausgestaltung der dritten Etappe ist noch nicht endgültig fixiert: „Wir werden hier je nach Bedarf und der tatsächlichen Situation vorgehen. Die Flächen dort bleiben jetzt erst mal Grünland, da wir wegen der Widmungsbeschränkung ohnehin nicht so viele Flächen auf einmal in Bauland umwidmen können“, erklärt Datler.

Im Haushaltsvoranschlag für 2022 sind neben Vermessungs- und Parzellierungsarbeiten (13.900 Euro) jedenfalls bereits Planungs- und eventuell auch erste Bauarbeiten für die Herstellung der Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung im neuen Siedlungsgebiet vorgesehen. Das Gleiche gilt auch für das neue Betriebsgebiet Richtung Kleinzwettl.

Insgesamt sind 39.000 Euro für die Wasserversorgung und 47.600 Euro für den Kanal vorgesehen.

Neben der Fertigstellung des Amtsgebäudes (die NÖN berichtete) wird auch der Straßen- und Wegebau im Jahr 2022 eine wichtige Rolle in Gastern spielen. 300.000 Euro sind dafür im Haushaltsvoranschlag vorgesehen, wobei das Geld als Beitrag zur Errichtung von Güterwegen im Zusammenlegungsverfahren in Weissenbach und die Umfeldgestaltung um das Amtsgebäude verwendet werden wird.

Für unbedingt notwendige Erhaltungsarbeiten an Güterwegen sind 22.000 Euro vorgesehen.

Mit 137.000 Euro ist der Hochwasserschutz in der „Mödlagl-Gasse“ im Investitionsprogramm enthalten. Das Projekt wird zu 45 Prozent vom Bund und zu 35 Prozent vom Land gefördert, 20 Prozent verbleiben als Gemeindeanteil.