Thaya

Erstellt am 01. März 2017, 03:49

Seltsamer Fund: Ehepaar fand Wetterballon. Franz und Herta Russ entdeckten bei Radtour Überreste eines Ballons und eines Fallschirms, es handelt sich um einen Forschungsballon aus Tschechien.

Einen merkwürdigen Fund machten Franz und Herta Russ gegen Ende der Vorwoche. „Wir hatten gerade erst das Haus verlassen und waren auf den Radweg aufgefahren. Es war heuer unsere erste Radtour“, schildert Herta Russ. Gleich nach der Auffahrt auf den Radweg entdeckte das Paar etwas Seltsames, Rotes auf der Wiese neben der Thaya. Franz Russ stieg vom Rad und ging hin, um den Fund genauer zu inspizieren.

„Wir hatten die Vermutung, dass es sich um einen Fallschirm und einen geplatzten Ballon handelt“, erzählt Franz Russ. Eine Box aus Styropor hatte, genauso wie der Fallschirm, eine tschechische Aufschrift. Bei der Heimfahrt von Waldkirchen, wohin die Radtour ging, nahm das Paar dann den Ballon mit nach Hause.

Ballon startete am 20. Februar in Prag

In Ruhe sah sich das Paar den Fund an. Dabei waren eindeutig Kontaktdaten und ein Finderlohn von 1.000 tschechischen Kronen (knapp 40 Euro) ersichtlich. Nach Kontaktaufnahme mit dem „Czech Hydrometeorological Institute“ in Prag und einem befreundeten Tschechen, der das Geschriebene auf der Box grob übersetzte, war klar, dass es sich um ein meteorologisches Messinstrument handelt, das Ozonwerte, Druck, Temperatur, Niederschlag, usw. messen sollte.

Der Ballon wurde in Prag am 20. Februar gestartet. Lange war er nicht in der Luft, denn bereits am 23. Februar wurde er von dem Ehepaar gefunden.