ÖBB-Rahmenplan sieht Investition für Franzl-Bahn vor. Grüne-Abgeordneter Litschauer: "Bringt Möglichkeiten, die Franz-Josef-Bahn zu beschleunigen." ÖVP-Landesrat Schleritzko: Experten des Landes arbeiten Details aus.

Von Red. Waidhofen. Erstellt am 14. Oktober 2020 (17:11)
Nationalratsabgeordneter Martin Litschauer am Bahnhof in Göpfritz
privat

Der Ministerrat hat heute (14. Oktober) den ÖBB-Rahmenplan mit 17,5 Milliarden Euro beschlossen: Es sei das bisher größte geschnürte Maßnahmen-Paket, gibt Nationalratsabgeordneter Martin Litschauer (Die Grünen) in einer Aussendung bekannt.

„Für das Waldviertel bringt der ÖBB-Rahmenplan Möglichkeiten, die Franz-Josef-Bahn zu beschleunigen“, erklärt er. „ Der teilweise zweigleisige Ausbau wird die Fahrzeiten verringern. Der mögliche Direktanschluss von Horn muss dazu genutzt werden, um die Horner Spange fertig zu planen.“

Diese sei wichtig: „Nur wenn Horn auch vom Westen erschlossen wird, werden die Waldviertler Bezirkshauptstädte direkt verbunden und ein Bahnrückgrat für die Region geschaffen, führt der Abgeordnete und Vizebürgermeister in Waidhofen aus. „Hier ist nun auch die Unterstützung vom Land Niederösterreich notwendig, um endlich auch die Durchbindung nach Budweis auf der Franz Josef-Bahn zu erreichen, und mit dem VOR eine Öffi-Planung zu erstellen.“ So solle ein ausreichendes Angebot geschaffen werden.

 

Schleritzko: "Alle Landesteile profitieren"

Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko  (ÖVP) erklärt, dass Experten des Landes eine detaillierte Aufarbeitung in den nächsten Tagen vorlegen werden. „Wir sehen schon jetzt, dass alle Landesteile profitieren werden“, denkt er dabei auch an Investitionen in die Franz Josef-Bahn und etwa an geplante Verbesserungen auf der Wiener Stammstrecke mit mehr Kapazitäten für Pendler.

Landesrat Ludwig Schleritzko
NÖN-Archiv

Schleritzko spricht von einer „positiven Weichenstellung für Niederösterreich“. Das Land habe sich für viele Projekte „stark gemacht“ und „heute sehen wir: Dieser Einsatz hat sich gelohnt“.

Litschauer ergänzt, dass mit einer Milliarde Euro an Investitionen im Bahnsektor rund 15.000 Arbeitsplätze langfristig gesichert seien. Der Ausbau sei daher ein Jobmotor. „Weitere Elektrifizierungen von Bahnstrecken werden auch die Effizienz der Bahn weiter steigern und damit auch einen weiteren Beitrag zum Klimaschutz leisten.“