Eine neue Fahne für die Volksschule Karlstein. Die Volksschüler und das Lehrerteam haben sich schon im neuen Schulhaus eingelebt. Zwei wichtige Dinge fehlten aber noch: Die Segnung der Kreuze und das Hissen der neuen Schulfahne. Dies wurde bei der offiziellen Eröffnung am Freitagvormittag nachgeholt.

Von Michael Schwab. Erstellt am 08. November 2019 (14:19)

Mehr Sicherheit für die Kinder und ein besseres, zeitgemäßes Lernumfeld waren die zentralen Ziele, welche die Marktgemeinde Karlstein mit der Verlegung der Volksschule in den rückwärtigen Teil des Gemeindeamtes samt neuem Zubau und neuem Turnsaal verfolgte.

Rund fünf Millionen Euro investierte die Gemeinde in die nötigen Umbauarbeiten für die Volksschule und das Gemeindeamt. 2013 begannen der damalige Bürgermeister Ernst Herynek und Vizebürgermeister Manfred Damberger, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen. 2016 wurde vom Gemeinderat einstimmig die Umsetzung beschlossen.

Schulqualität: „In Ballungsräumen muss man dafür auf Privatschule gehen"

„Die ganze Vorarbeit hat mein Vorgänger geleistet, ich habe das Projekt nur aufgegriffen und zu Ende geführt“, meinte Bürgermeister Siegfried Walch bescheiden. Die Kosten würden zwar das Gemeindebudget in den nächsten Jahren belasten. „Aber ich bin überzeugt, dass die Entscheidung für unsere Kinder richtig war“, betonte Walch.

Schulqualitätsmanagerin Birgit Dosso wies auf die Wichtigkeit einer geeigneten Lernumgebung hin – nicht umsonst wird der Raum oft als „dritter Pädagoge“ bezeichnet.

Bundesratsabgeordneter Eduard Köck unterstrich die Notwendigkeit, als Bürgermeister gute Rahmenbedingungen zu schaffen, die später zu einer stärkeren Heimatverbundenheit führen können, um Leute in der Region zu halten. Die Schulen am Land könnten mit ihrer Qualität punkten: „In den Ballungsräumen muss man dafür fast in eine Privatschule gehen.“

Kinder waren die Stars

Die „Stars“ des Vormittags waren die Kinder selbst. Sie sangen nicht nur auf deutsch, sondern auch tschechische Lieder, und führten einen Sketch auf, in dem sie die neue Schule und ihre Ausstattung vorstellten. Auch ein Sprechstück über das, was Schule alles ist, führten sie auf. Direktorin Manuela Gegenbauer und dem Architekten Reinhard Litschauer blieb dann nur noch übrig, Dankesworte zu sprechen und sich dem Gesagten anzuschließen.

Zum Schluss segnete Provisor Thomas Skrianz die Kreuze für die Klassenzimmer und die Schulfahne, die von Lieselotte Kühtreiber und den Schülern gestaltet wurde, und zwar nach dem Vorbild der alten Fahne aus dem Jahr 2012. Auch damals war Kühtreiber federführend gewesen. Die Fahne war jedoch irreparabel verschlissen, und da zu einer neuen Schule auch eine neue Fahne im Wind flattern sollte, wurde eben eine neue angefertigt.

Fleißig war auch Irene Kitzler, die fast 400 Schmetterlinge (das Schullogo) als Andenken für die Gäste ausgestanzt hatte. Und von der Landjugend Speisendorf gab es eine Spende von 2.230 Euro für Turngeräte dazu.