Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 11. Januar 2017, 05:25

von Hannes Ramharter

Kurzparkzone in Waidhofen kein schlechtes Geschäft. Stadtgemeinde nahm 2016 über 120.000 Euro durch Parkstrafen ein.

Gerlinde Hetzendorfer ist als eine der Mitarbeiterinnen des Österreichischen Wachdienstes mit Block und Kamera im Stadtgebiet unterwegs, um Parksünder zur Kasse zu bitten.  |  Michael Schwab

Mehr als 4.500 Autofahrer wurden 2015 und 2016 pro Jahr in Waidhofen zur Kasse gebeten, weil sie entweder die Kurzparkzeit überschritten bzw. vergessen haben, eine Parkuhr zu stellen.

Die Zahl war in den letzten Jahren relativ stabil. Genau waren es 2014 4.821 Organstrafverfügungen, 2015 4.695 und 2016 4.711. Eingenommen hat die Stadtgemeinde Waidhofen dadurch im Vorjahr 122.575 Euro - eine Steigerung vor allem gegenüber 2014 (101.220 Euro), weil im August 2015 die Organstrafe von 20 auf 25 Euro erhöht wurde.

Damit steht auch fest, dass die Überwachung der Kurzparkzonen für die Stadtgemeinde Waidhofen kein schlechtes Geschäft ist. Der Österreichische Wachdienst (ÖWD), der die Überwachung durchführt, kostet nämlich pro Jahr zwischen 72.000 und 75.000 Euro. Das bedeutet, dass der Stadtgemeinde Waidhofen pro Jahr zwischen 31.000 Euro und 47.000 Euro bleiben.

Auch andere Strafen helfen dem Budget

Das Waidhofner Budget wird aber auch noch von anderen „Strafeinnahmen“ gespeist, da auch von der Bezirkshauptmannschaft auf Waidhofner Gemeindegrund verhängte Strafen zum Teil an die Gemeinde abgeführt werden.

Daher ist die Summe dieser Einnahmen im Rechnungsabschluss der Gemeinde auch immer höher, als es die reinen Kurzparkzonen-Organstrafverfügungen sind.