Pollmann: Vitiser Werk im Vollbetrieb. Nach einem Jahr Bauzeit und einer mehrmonatigen Pilotphase hat das Autozuliefer-Unternehmen Pollmann in Vitis die Produktion aufgenommen. Eigentlich hätte am 5. Juni die feierliche Eröffnung stattfinden sollen, doch daraus wurde coronabedingt nichts.

Von Red. Waidhofen. Erstellt am 06. August 2020 (13:45)

Im Mai 2019 wurden in Vitis nach neun Monaten Bauzeit die ersten Probeläufe gestartet. Kurz darauf wurde mit dem Dreischichtbetrieb begonnen und der Echtbetrieb aufgenommen. Zahlreiche bestandene Audits unterstreichen Qualität und Technologiestand der neuen Produktion und Lagerlogistik. Aktuell werden in Werk II Gehäuse und Deckel für Türschließsysteme gefertigt.

Pollmann hat das 65.000 Quadratmeter große Grundstück in Vitis mit längerfristiger Perspektive gekauft. Robert Pollmann, gemeinsam mit Markus Pollmann geschäftsführender Gesellschafter des Karlsteiner Unternehmens, ist sicher, dass „wir uns am Standort Vitis für sämtliche Entwicklungen der mittelbaren Zukunft gerüstet haben.“ Die räumlichen Verhältnisse in Karlstein hätten kein weiteres Wachstum zugelassen. Die Gesamtinvestition von 17 Millionen werde „auf Jahre sichern, dass die Pollmann-Gruppe ein Unternehmen mit Waldviertler DNA bleibt“.

Karlstein bleibt Headquarter

Die Standort-Zuordnungen sind eindeutig definiert: Karlstein wird Headquarter und Zentrum für die technologischen Entwicklungen bleiben. Die dortige Produktion fokussiert sich auf komplexe Bauteile. Die digitale Produktion in Vitis ist auf die Fertigung von großen Baugruppen ausgelegt.

Eine industrielle Fertigung ist in Europa nur unter technologischen Höchststandards erfolgreich. Die automatisierten Produktionsanlagen von Werk II sichern die internationale Wettbewerbsfähigkeit. So gilt das vollautomatisierte Hochregallager in Branchenkreisen als Benchmark für vergleichbare Logistikketten. 

Standort wärmt sich selbst: Keine Heizung notwendig

Moderne Industriestandorte erfüllen höchste klimaschonende Standards. Werk II entspricht in Planung und Umsetzung diesen Ansprüchen. Durch die perfekte Nord-Süd-Ausrichtung und Nutzung aller Möglichkeiten zur Energierückgewinnung ist für das gesamte Gebäude keine externe Energie für Heizzwecke erforderlich. Der Standort Vitis wärmt sich selbst. Die Gebäudeplanung mit energieeffizienter Auslegung des gesamten Gebäudekomplexes erfolgte durch das Oberösterreichische Bauunternehmen Peneder Bau-Elemente GmbH.