Personalvertretung in Waidhofen wirft das Handtuch. Der Personalvertretung im Rathaus reicht es: Mit 30. Mai gab das derzeitige Team um Michael Strohmeyer den Verzicht auf alle Funktionen bekannt. Die Personalvertretungs-Ausschuss-Mitglieder stehen auch für die kommende Wahl am 13. Juni nicht mehr zur Verfügung.

Von Michael Schwab. Erstellt am 03. Juni 2019 (13:49)
Pecold/Shutterstock.com
Symbolbild

Der Personalvertretung im Rathaus reicht es: Mit 30. Mai gab das derzeitige Team um Michael Strohmeyer den Verzicht auf alle Funktionen bekannt. Die Personalvertretungs-Ausschuss-Mitglieder stehen auch für die kommende Wahl am 13. Juni nicht mehr zur Verfügung.

In einem an Kollegen und Gemeinderäte gerichteten Mail, das der NÖN vorliegt, wirft die Personalvertretung Bürgermeister Robert Altschach vor, dass es nicht gelungen sei, die Bediensteten aus politisch motivierten Konflikten herauszuhalten und den Mitarbeitern respektvolle und wertschätzende Arbeitsbedingungen zu schaffen. Immer wieder seien Kollegen – insbesondere aufgrund der vom Bürgermeister nicht gelösten Komptetenzregelung – in Konflikte verwickelt worden. Dadurch sei die Personalvertretung vor Situationen gestellt worden, die es ihr unmöglich gemacht hätten, ihre Tätigkeit zufriedenstellend zu erfüllen.

"Auf einer sachlichen Basis konnten sehr gute Ergebnisse erarbeitet werden"

„Diese schon seit längerer Zeit bestehende Situation hat mich und mein Team bewogen, nicht mehr zur Wahl anzutreten. Wir wurden immer wieder hingestellt, als hätten wir etwas angestellt, obwohl wir nur unseren Job als Personalvertreter gemacht haben. Da ich jetzt auchVater bin, war es Zeit, mich selbst auch ein wenig aus der Schusslinie zu nehmen“, sagt Strohmeyer im Gespräch mit der NÖN. Lob hat Strohmeyer hingegen für die Verwaltung mit Stadtamtsdirektor Rudolf Polt an der Spitze: „Auf einer sachlichen Basis konnten auf dieser Ebene gemeinsam sehr gute Ergebnisse für die Mitarbeiter erarbeitet werden“, heißt es im Mail. Alternative Kandidaten für die Personalvertretungswahl seien Strohmeyer keine bekannt. Findet sich keiner, stehen die Bediensteten erst einmal ohne Personalvertretung da.

Bürgermeister Robert Altschach will sich zu den Vorwürfen gegen seine Person nicht äußern: „Offensichtlich gibt es jemanden, der immer wieder für Unruhe sorgen will, und Interna an die Medien weitergibt. Man will offenbar die gute Stimmung durch das Volkskultur-Festival ‚aufhOHRchen‘ trüben“, sagt Altschach. Nachsatz: „Jeder, der mich kennt weiß, wie ich bin. Man kann mit mir gut zusammenarbeiten. Offenkundig will das jemand anders darstellen.“