„Käsekaiser“ für den „Granitbeisser“ aus Vitis. „Die Käsemacher“ dürfen sich über den Sieg in der Kategorie „Innovation“ beim AMA-Käsekaiser 2020 freuen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 19. November 2020 (05:17)
Bei der Preisübergabe: Peter Hamedinger (AMA Marketing) und Doris Ploner, Geschäftsführerin „Die Käsemacher“.
AMA/APA

Auch ohne Gala zur Überreichung ist die Freude bei den „Käsemachern“ groß: In der Kategorie „Innovation“ wurde die Käserei mit ihrem „Granitbeisser-Der Mediterrane“ zum AMA-Käsekaiser 2020 ausgezeichnet.

Der „Granitbeisser-Der Mediterrane“ wurde mit dem Kaisekaiser 2020 in der Kategorie „Innovation“ ausgezeichnet.
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Elf Sensorik-Experten aus Österreich und Bayern ermittelten unter den 145 Einsendungen die besten Käse. Über die 15 eingereichten Innovationen entschieden zehn Vertreter aus dem Handel und Kulinarik-Journalisten.

Da Corona-bedingt heuer keine Gala stattfinden konnte, wurden die Trophäen in den vergangenen Tagen von einer kleinen Delegation der AMA-Marketing direkt an die Betriebe überreicht.

Alle drei eingereichten Sorten wurden nominiert

„Die Käsemacher“ hatten in der Kategorie „Innovation“ drei Sorten eingereicht: „Der Mediterrane“, „Der Pfeffrige“ und „Der Orientalische“. Gleich alle drei Sorten wurden auch zum Käsekaiser nominiert. Schlussendlich machte die Sorte „Granitbeisser-Der Mediterrane“ das finale Rennen und wurde zum Käsekaiser 2020 ausgezeichnet.

Der Granitbeisser ist ein Hartkäse aus Schaf- und Ziegenmilch der besonderen Art. Die Käseknollen zum Reiben, Raspeln und Hobeln reifen mindestens drei Monate. Er wird in der Käserei der Käsemacherwelt in Heidenreichstein produziert und lagert anschließend in den Reiferäumen. Als Würzkäse mit einer Panade aus mediterranen Kräutern eignet er sich vor allem zum Verfeinern von Gerichten wie Pasta, Risotti, Aufläufen oder gedämpftem Gemüse. Auf warme Gerichte gehobelt, wird er cremig und gibt jeder Speise den letzten Pfiff.

Waldviertler Antwort auf den Parmesan

„Für uns ist der Granitbeisser die Waldviertler Antwort auf Parmesan. Es freut uns sehr, dass dieses Produkt nach langer Entwicklungszeit die größte Auszeichnung für österreichischen Käse erhalten hat und vor allem, dass wir als Team diesen großen Erfolg feiern dürfen“, meint Geschäftsführerin Doris Ploner.

„Die Käsemacher“ waren österreichweit Vorreiter bei Produkten aus Schaf- und Ziegenmilch. Firmengründer Hermann Ploner hatte sich 1991 als Erster in Österreich darauf spezialisiert.

Fünf Millionen Liter Milch pro Jahr verarbeitet

Heute beliefern „Die Käsemacher“ alle heimischen Handelsketten und exportieren in mehr als 50 Länder der Welt, der Exportanteil liegt bei 45 Prozent. Pro Jahr werden rund fünf Millionen Liter Milch von 50 Schaf- und Ziegenbauern mit je 30 bis 250 Muttertieren aus dem Wald-, Most- und Mühlviertel verarbeitet.