„Professionelles Zuhause“. Neues Feuerwehrhaus gesegnet | „Erste Zeichnungen sahen ganz anders aus, jetzt steht da, was sich die Bevölkerung gewünscht hat und die Feuerwehr braucht“, meinte Landesrat Androsch.

Erstellt am 17. Juni 2014 (09:04)
NOEN, Hannes Ramharter
Vor dem neuen Feuerwehrhaus: Bezirkshauptmann Franz Kemetmüller, Vizebürgermeister Werner Fröhlich, Bürgermeister Gerald Matzinger, Viertelskommandant Erich Dangl, Kommandant Christian Reegen, Landesrat Karl Wilfing, WAV-Obmann Hannes Pamperl, Bezirkskommandant und WAV-Geschäftsführer Manfred Damberger sowie Kommandant-Stellvertreter Michael Litschauer.

GROSS SIEGHARTS / Nach vielen Jahren der Platznot hat die Feuerwehr Groß Siegharts Stadt nun ein modernes und geräumiges Haus zur Verfügung. Dieses wurde von der Siedlungsgenossenschaft Waldviertel (WAV) errichtet und enthält auch drei Wohnungen. Es wurde am Sonntag im Rahmen eines Gottesdienstes durch Stadtpfarrer Josef Pichler gesegnet.

„Ist man in kleinen Dingen nicht geduldig, bringt man die großen Vorhaben zum Scheitern“, zitierte Kommandant Christian Reegen eingangs Konfuzius. Er erinnerte an die langen Planungen und Verhandlungen, nun aber sei eine gute Lösung gefunden worden, die sich sehen lassen kann. Reegen betonte auch, dass das Team und die Mannschaft in den eineinhalb Jahren Bauzeit auch kräftig Hand angelegt hatten. Reegen bedankte sich bei den bauausführenden Firmen, vor allem bei Bauleiter Reinhard Meier, bei den Vertretern der Wirtschaft und dankte vor allem der Sieglungsgenossenschaft WAV für den Mut, einmal ein anderes Projekt umzusetzen.

Bürgermeister Gerald Matzinger erinnerte daran, dass die Feuerwehr Groß Siegharts bereits vor 140 Jahren gegründet wurde. „Da die Arbeit der Feuerwehr immer professioneller werden muss, gehört auch ein professionelles Zuhause dazu“, meinte Matzinger.

Erste Zeichnungen sahen anders aus

Landesrat Maurice Androsch erinnerte sich an die intensive Planungszeit für das Feuerwehrhaus, als er Bürgermeister war. „Die ersten Zeichnungen sahen noch ganz anders aus, jetzt steht da, was sich die Bevölkerung gewünscht hat und die Feuerwehr braucht.“

Als Obmann der Siedlungsgenossenschaft Waldviertel erinnerte Hannes Pamperl an die schwierigen Planungen. „Dass nicht aufgegeben wurde, spräche für die Feuerwehr und die Politiker. Er erinnerte auch daran, dass die WAV bereits zwei Reihenhausprojekte, die Umgestaltung eines Geschäftshauses zu Wohnungen und Betreutes Wohnen verwirklicht habe. Insgesamt hat die Genossenschaft in Groß Siegharts bereits 50 Wohneinheiten errichtet und baut derzeit praktisch im gesamten Bundesland. Derzeit sind 496 Wohneinheiten in Bau, für 382 gibt es bereits Förderzusagen und 674 sind in Planung.

Viertelskommandant Erich Dangl ging auf die am Vortrag abgehaltenen Bezirksleistungsbewerbe ein und stellte fest, dass es auch im Bezirk Waidhofen einen leicht rückläufigen Trend bei Bewerben gäbe. Daher sei vom Landesfeuerwehrrat eine Arbeitsgruppe eingesetzt worden.

Landesrat Karl Wilfing dankte den Gründervätern, dass sie bei der Gründung der Feuerwehren auf Freiwilligkeit gesetzt hatten. „Alle Männer sind gleich, die besten gehen zur Feuerwehr“, hob Wilfing hervor. Auf die Freiwilligkeit müsse man besonders achten, damit die Gesellschaft solidarisch bleibt, nur das ermögliche Wohlfühlen in der Gemeinschaft! Bei der WAV bedankte sich Wilfing, dass sie intensiv und kreativ an dem Projekt mitgearbeitet habe. „Die WAV genießt in St. Pölten höchste Anerkennung“, hob er hervor.