303.000 Euro Schaden durch Unwetter: Kosten aufgeteilt. Schäden an Wegen werden zwischen Gemeinde, Interessenten und Katastrophenfonds aufgeteilt.

Von Alina Kalaschek. Erstellt am 24. Juli 2020 (05:26)
Schäden an einem Güterweg bei Oberndorf/Weikertschlag.
Gemeinde

Für die Gemeinderatssitzung wurde am 16. Juli der große Sitzungssaal des Rathauses in Raabs als Sitzungsort gewählt, um den „Corona-bedingten“ Sicherheitsabstand zwischen den Mandataren einhalten zu können.

Wasser-Liefervertrag beschlossen

Ein wesentlicher Punkt auf der Tagesordnung war der Abschluss eines Wasserlieferungsvertrags mit der Wassergenossenschaft Zemmendorf-Trinkwasser. Die Errichtung der Anschlussleitung von Zemmendorf zur Hauptleitung Raabs-Großau war relativ leicht möglich, da auch Großau schon seit 2005 über eine Leitung aus Raabs-Stadt mit Wasser versorgt wird. Schon damals wurden Übernahmeschächte für die Ortschaften errichtet, die nahe der Transportleitung situiert sind. Die Errichtung der Anschlussleitung mit 652 Laufmetern und die der 746 Meter langen Trinkwasserleitung in Zemmendorf selbst erfolgte durch die Wassergenossenschaft Zemmendorf-Abwasser.

Noch ein wichtiger Punkt war eine Änderungsvereinbarung zum Vertrag „E-Carsharing“, der bereits 2017 mit der TRE Thayaland GmbH beschlossen wurde. Die Jahresgebühr wird von 1.180 auf 1.728 Euro erhöht, jedoch steigt im Gegenzug die Gutschrift für die gefahrenen Kilometer von 700 auf 1.152 Euro pro Jahr. So könnten seitens der Gemeinde mit dem in Raabs stationierten E-Auto rund 3.800 Kilometer pro Jahr gefahren werden.

Bürgermeister Rudolf Mayer rief dazu auf, dass die Mandatare bei dienstlichen Fahrten das Elektroauto verstärkt nutzen mögen. Seit 2017 sind die im Vertrag ebenfalls vereinbarten Tankstellen für E-Autos an der Stadtmauer und vor der Raiffeisenbank erfolgreich in Betrieb.

Schwere Schäden an Güterwegen

Weiters Thema waren die schweren Schäden an landwirtschaftlichen Wegen, die durch die Gewitter im Gemeindegebiet Ende Mai und Anfang Juni verursacht wurden – insgesamt 303.300 Euro. Die Summen werden nach folgendem Schlüssel aufgeteilt: 25 Prozent Gemeindeanteil, 25 Prozent Interessenten und 50 Prozent aus dem Katastrophenfonds.